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Autofahren in Italien: Verkehrsregeln

aus Italien
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Inhaltsverzeichnis

Nützliche Telefonnummern

112 Carabinieri
113 Polizia stradale Verkehrspolizei
115 Vigili del fuoco Feuerwehr
116 ACI Pannenhilfe
118 Pronto soccorso Rettung
1530 Soccorso in mare Seenotrettung
  • 15 - unter dieser Nummer kann man rund um die Uhr Gespräche mit europäischen Staaten anmelden und führen;
  • 4212 - Vorwahl 06, wenn man von außerhalb Roms anruft: italienischer Automobilclub gibt jegliche Auskunft den Aufenthalt in Italien betreffend in Fremdsprachen (Befahrbarkeit von Straßen, Wetterbericht, Autobahngebühren, Rechtsbeistand usw).

Tempolimits (km/h)

Geschwindigkeit innerorts ausserorts Schnellstrasse Autobahn
PKW 50 90 110 130
Gespanne 50 70 70 80
Wohnmobil < 3,5t 50 90 110 130
Wohnmobil > 3,5t 50 80 80 100
Lkw > 3,5t 50 80 80 100
Lkw < 12t 50 70 80 80
Omnibusse 50 80 80 100

Auf dreispurigen Autobahnen gemäß Beschilderung

Motorräder bis 149 ccm sind auf Autobahnen verboten.


Verkehrsinformationen von A-Z

Abblendlicht

Tagsüber muss das Abblendlicht auf allen Italienischen Strassen eingeschaltet sein. In schlecht beleuchteten Tunnels und Galerien ist das Abblendlicht ebenso einzuschalten. Motorräder und Mopeds müssen immer mit Licht fahren.

Abmessungen

PKWs, LKws Breite: Max. 255cm Höhe: Max. 400cm (Bis 2,85 m Breite werden toleriert) Busse: (Bis 2,85 m Breite werden toleriert) Breite: Max. 255cm Höhe: Max. 430cm

Autobahn

Abschleppen auf der Autobahn ist verboten. Wenden, Rückwärtssetzen und unerlaubter Spurwechsel im Mautstellenbereich, auf Autobahnauf- und -abfahrten wird mit hohen Bussgeldern, oft auch mit Fahrverboten geahndet.

Bussgelder & Bußgeldkatalog für Italien: italienischer Strassenverkehr

Italien Bussgeldkatalog & Geschwindigkeitsüberschreitung 2017
Ordnungswidrigkeit Geschwindigkeitsverstoss in Italien: 20 km/h, ab 150 Euro
Geschwindigkeitsverstossüber: 50 km/h - ab 530 Euro
Warnweste: Warnwestenpflicht missachtet (Warnweste vergessen): ab 38 Euro
Parken - Parkverstoss: ab 40 Euro
Abblendlicht - kein Abblendlicht angeschaltet: ab 41 Euro
Verstoss gegen die Helmpflicht
Anschnallpflicht - Sicherheitsgurt nicht angelegt: ab 80 Euro
Überholverstoss: 85 Euro
Handy/Mobiltelefon am Steuer: ab 160 Euro
Rote Ampel überfahren: ab 170 Euro
Kind ohne Helm auf Moped/Roller mitgenommen
Promillegrenze von 0,5 Promille überschritten: ab 530 Euro
Quelle: bussgeldkataloge.eu, bussgeldkatalog.org


Italien hat sein Strassenverkehrsgesetz, den "Codice della Strada", geändert. Im Mittelpunkt stehen drastische Erhöhungen der Bussgelder für einige Verkehrssünden sowie eine neue Temporegelung. Autourlauber müssen ab sofort bei Missachtung der Verkehrsampeln, der Vorfahrt und des Einbahnverkehrs sowie bei einer Beschneidung der Rechte von Fussgängern doppelt so tief in die Tasche greifen. Statt bisher jeweils 68 Euro sind jetzt 137 Euro Mindestbusse fällig. Von 33 Euro auf mindestens 68 Euro angehoben wurden auch die Bussgelder für das verbotene Telefonieren mit dem Handy im fahrenden Auto und die Missachtung der Gurt- und Helmpflicht. Der Automobil-Club warnt Autourlauber generell vor zu schnellem Fahren. In der Reisezeit sollen in Italien die Tempokontrollen ebenso wie die Alkoholkontrollen erheblich verstärkt werden. Weitere Neuerungen: Auf dreispurigen Autobahnen darf ab sofort mit bis zu 150 km/h (bisher 130 km/h) gefahren werden, allerdings nur bei günstigen Wetterbedingungen. Die entsprechenden Abschnitte sind allerdings bislang noch nicht beschildert. Deswegen besteht weiterhin das Tempolimit von 130 km/h, bis eine entsprechende Beschilderung vorhanden ist. Bei Regen oder Nässe sind auf Autobahnen generell nur 110 km/h erlaubt. Darüber hinaus muss ab sofort auf den Strassen ausserorts tagsüber das Abblendlicht eingeschaltet werden. Bisher galt diese Lichtpflicht in Italien nur auf Autobahnen und Schnellstrassen. Ergänzt wurde die italienische Strassenverkehrsordnung durch ein Führerschein-Punktesystem. Die Verkehrsvergehen werden ab sofort in einer Sünderkartei erfasst. Von 20 Punkten "Startkapital" werden je nach Schwere des Delikts Punkte abgezogen und beim Stand Null der Führerschein eingezogen. Die Verkehrssünderkartei gilt allerdings nur für Einheimische, nicht für Inhaber ausländischer Führerscheine. Bussgelder können auch verhängt werden, wenn Sie Fahrmanöver wie z.B. das Wechseln der Fahrspur oder das Anhalten nicht durch Blinken anzeigen. Parkverstösse und Geschwindigkeitsüberschreitungen werden mit einer besonders hohen Geldbusse geahndet.

Bussgelder-Punktekatalog

Hier geben wir Ihnen einen kurzen Überblick zu den wichtigsten Vorschriften der italienischen Strassenverkehrsordnung und des Bussgeldkataloges geben. Die Höhe der Ordnungs- bzw. Bussgelder wird alle 2 Jahre neu festgesetzt und orientiert sich an der Teuerungsrate. Kürzlich wurden zahlreiche Regelungen geändert. Unter anderem hat Italien ein Führerschein- Punktesystem eingeführt. Das anfängliche Punktekonto besteht aus 20 Punkten; je nach Verstoss werden 1 bis 10 Punkte abgezogen. Für italienreisende Deutsche bedeutet der Verlust von 20 Punkten ein Fahrverbot in Italien nach folgender Staffelung: - Verlust innerhalb eines Jahres: Fahrverbot für 2 Jahre - Verlust innerhalb von zwei Jahren: Fahrverbot für 1 Jahr - Verlust innerhalb von 2-3 Jahren: Fahrverbot für 6 Monate (Unberührt hiervon bleibt das deutsche Punktesystem der Erhebungen in Flensburg)

Geschwindigkeitsüberscheitung:

bis 10 km/h
von 10 bis 40 km/h
mehr als 40 km/h
Sanktionen:
33,60 € bis 137,55 €
137,55 € bis 550,20 € und 2 Punkte
343,55 € bis 1.376,55 € ,
Fahrverbot:
1 bis 3 Monate und 10 Punkte

Alkohol:

Promillegrenze: 0,5
Sanktionen:
270,90 € bis 1.083,60 €
Fahrverbot:
15 Tage bis 3 Monate 10 Punkte

Mobiltelefone:

Telefonieren mit dem Handy ist nur mit Freisprecheinrichtung, bzw. Kopfhörern erlaubt Sanktionen: 33,60 € bis 137,55 € und 4 Punkte

Überfahren einer roten Ampel

Sanktionen: 137,55 € bis 550,20 € 5 Punkte Wenden, Rückwärtsfahren, Spurwechsel auf Autobahnen Derartige Fahrmanöver auf Autobahnen, insbesondere im Mautstellen-Bereich, werden hart geahndet. Wenn Sie sich in die falsche Spur an einer Mautstelle eingeordnet haben, dürfen Sie auf keinen Fall zurücksetzten, denn dies gilt als Wenden, bzw. Rückwärtsfahren auf Autobahnen. (Hinweis: auch Auf- und Abfahrten gehören in Italien zur Autobahn)

Wenden auf Autobahnen / Schnellstrassen Überfahren des

Mittelstreifens Sanktionen: 1.626,45 € bis 6.506,85 € , Fahrverbot: 6 bis 24 Monate, Einziehung des Fahrzeuges für 3 Monate und 10 Punkte Rückwärtsfahren auf Standstreifen, an Mautstellen Sanktionen: 343,35 € bis 1.376,55 € und 4 Punkte

Parken

Gelbe Parkflächen sind Bussen, Taxis etc. vorbehalten. Sanktionen: 33,60 € bis 137,55 €

Abblendlicht

Mopeds und Motorräder müssen immer mit Abblendlicht fahren. Pkws und Lkws müssen seit kurzem ausserhalb geschlossener Ortschaften, bzw. Autobahnen tagsüber mit Abblendlicht fahren. Sanktionen: 33,60 € bis 137, 55 € 2 Punkte

Gurtpflicht:

in Italien besteht Anschnallpflicht. Sanktionen: 68,25 € bis 275,10 € 5 Punkte

Führerscheinpflicht für jugendliche Mopedfahrer

Jugendliche Mopedfahrer zwischen 14 und 18 Jahren, die in Italien mit kleinen Maschinen bis zu 50 Kubikzentimetern Hubraum unterwegs sind, benötigen seit Donnerstag, 1. Juli 2004, einen eigenen Führerschein für Leichtkrafträder. Neben rund 500.000 italienischen Jugendlichen, die derzeit keinen Führerschein besitzen, sind auch alle ausländischen Mopedfahrer betroffen. Die Polizei ist angewiesen, die Einhaltung der neuen Regelung rigoros zu kontrollieren. Wird ein Fahrer ohne Führerschein erwischt, drohen ihm ein Fahrverbot von bis zu 60 Tagen und Geldstrafen zwischen 500 und 2000 Euro

Grüne Versicherungskarte

Die Grüne Versicherungskarte wird vom ADAC sehr empfohlen.

Handy am Steuer

Es besteht ein Handyverbot. Telefonieren ist nur mit einer Freisprecheinrichtung gestattet. Das Telefonieren mit einem Handy während der Fahrt kann gemäss Artikel 173 StVO (Codice della Strada) mit einer Geldbusse geahndet werden.

Bestimmungen für Kleinkrafträder

Italien hat die Verkehrsbestimmungen für Benutzer von Kleinkrafträdern, also auch für Fahrer von Motorrollern und Mofas, gelockert. Auf dem Soziussitz eines Kleinkraftrades (das sind Fahrzeuge mit einem Hubraum von höchstens 50 ccm und einer zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h) darf ab sofort ein Beifahrer mitgenommen werden. Laut ADAC muss der Fahrer des Kraftrades aber mindestens 18 Jahre alt sein, das Fahrzeug zum Beifahrer-Betrieb zugelassen und mit einer zweiten Sitzgelegenheit ausgestattet sein. Wichtig für den Sozius: Er muss ebenso wie der Lenker während der Fahrt einen genormten Helm tragen. Helmmuffel erwartet eine Geldbusse von mindestens 68 Euro. Darüber hinaus wird das Krad aus dem Verkehr gezogen und für 30 Tage sichergestellt. Wird ein minderjähriger Beifahrer ohne Helm angetroffen, haftet dafür der Fahrer.

Kreisverkehr

Sofern nichts anderes ausdrücklich durch Verkehrszeichen geregelt ist, gilt im Kreisverkehr (Rotatoria), dass die in den Kreisverkehr einfahrenden Fahrzeuge Vorfahrt vor den sich bereits im Kreisverkehr befindlichen Fahrzeugen haben (Rechts-vor-Links-Regel). Diese Grundsätze werden jedoch in der Praxis nicht immer beachtet, so dass am und im Kreisverkehr in Italien erhöhte Vorsicht angezeigt ist.

Ladungsvorschriften

In Italien ist gemäss Art. 164 des Codice della Strada jede nach hinten (bis maximal 3/10 der Fahrzeuglänge) hinausragende Ladung mit einer Warntafel zu versehen, und zwar auch dann, wenn sie weniger als einen Meter übersteht. Das Überstehen der Ladung nach vorne ist stets unzulässig. Sie ist z.B. auch anzubringen, wenn lediglich ein Heckträger (mit oder ohne Ladung) angebracht ist, selbst in eingeklapptem Zustand. Immer wenn eine Ladung über die (im Kfz-Schein eingetragene) Fahrzeuggesamtlänge hinaussteht sind sämtliche geeigneten Sicherheitsmassnahmen zu treffen, damit andere Strassenbenutzer dadurch nicht in Gefahr gebracht werden (vgl. auch Warntafel).

Mautgebühr

Mautgebühr: Ca. 6 Cent pro km

Berechnung der Mautgebühren im Internet: http://www.autostrade.it/autostrade/percorso.do


Nebelschlussleuchte

Die Nebelschlussleuchte darf nur bei Sichtweiten unter 50 m verwendet werden.

Parken

An weissen Bordsteinstreifen kann gratis geparkt werden (nicht in Bozen), an blauen Streifen ist das Parken gebührenpflichtig und an schwarz-gelben Streifen ist das Parken verboten. Gelbe Parkflächen sind reserviert für Autobusse, Taxis etc. In manchen Städten gibt es ausgewiesene grüne Parkflächen: Hier besteht an Werktagen Parkverbot von 8 Uhr bis 9.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 16 Uhr.

Parkerleichterungen für Schwerbehinderte

Die Überwachungsbehörden sind gehalten, ausländischen Behinderten dieselben Parkerleichterungen wie italienischen Staatsangehörigen zuzugestehen, wenn ein Behindertenausweis mit dem international verwendeten Rollstuhlfahrersymbol vorhanden ist. Im Wesentlichen ist das Parken nur in hierfür reservierten, speziell beschilderten Parkbuchten gestattet. Ansonsten sind die Behörden lediglich aufgefordert, Ausweisinhabern die Zufahrt zu Sozial-, Kultur- und Erholungseinrichtungen (sowie zum Arbeitsplatz) zu ermöglichen. Für die Gewährung von Vergünstigungen sind die lokalen Verwaltungsbehörden zuständig.

Parkverbot

Parkverbot besteht an schwarzgelb markierten Bordsteinen sowie an gelb gekennzeichneten - z.B. für Taxi und Busse reservierten - Parkflächen. Parken in Landschaftsschutzgebieten ist untersagt.

Promille-Grenze

Die Promille-Grenze liegt in Italien bei 0,5 Promille.

Überholen

Das Überholen ist vor und auf Bahnübergängen verboten. Strassenbahnen dürfen rechts nicht überholt werden, wenn Fahrgäste ein- oder aussteigen.

Vorfahrt auf Bergstrassen

In Italien muss man allen Linienbussen auf Pass- und Bergstrassen den Vortritt lassen, unabhängig davon, ob sie berg- oder talwärts fahren.

Warntafel

Seit Jahren wird in Italien von Kfz-Führern verlangt, dass sie über das Fahrzeugheck überstehende Ladung mit einer besonderen Warntafel kennzeichnen. Diese Tafel muss besonderen Voraussetzungen entsprechen, die im Art 164 Codice della Strada sowie in weiteren verkehrsrechtlichen Vorschriften (Durchführungsbestimmungen) normiert sind, und sie muss in den vom Gesetz genannten Fällen verwendet werden. Mit der Warntafel ist j e d e nach hinten hinaus ragende Fahrzeugladung zu versehen, und zwar auch dann, wenn sie weniger als einen Meter übersteht. Sie ist z.B. auch anzubringen, wenn lediglich ein Heckträger (mit oder ohne Ladung) angebracht ist, selbst in eingeklapptem Zustand. Immer wenn eine Ladung über die (im Kfz-Schein eingetragene) Fahrzeuggesamtlänge hinten hinaussteht – nach vorne ist keinerlei Überstehen gestattet – sind nach dem Gesetz "sämtliche geeigneten Sicherheitsmassnahmen zu treffen, damit andere Strassenbenutzer dadurch nicht in Gefahr gebracht werden". Den Ausführungsbestimmungen zufolge ist eine viereckige, mit reflektierendem Material überzogene Tafel am Ende des vorspringenden Ladungsteils in der Form anzubringen, dass sie ständig quer zur Fahrtrichtung verbleibt. Die Tafel muss mindestens 50 x 50 cm messen und rot-weiss schraffiert sein. Ausserdem soll sie aus Metallblech sein und eine Typengenehmigung haben. Von Seiten des italienischen Verkehrsministeriums war zu Jahresbeginn jedoch in Erfahrung zu bringen, dass auch die früher zugelassenen Kunststoff-Warntafeln dann weiterverwendet werden dürfen, wenn sie typengenehmigt sind. Zwar sollen die Tafeln "normalerweise aus Metall" sein, dies schliesse jedoch die Verwendung anderer Materialien nicht grundsätzlich aus. Angesichts dieser gewissen Rechtsunsicherheit ist das Mitführen einer typengenehmigten Metalltafel die sicherste, aber auch kostspieligste Möglichkeit, den Anforderungen zu entsprechen. Ein Verstoss gegen die erwähnte Vorschrift wird derzeit (seit 01.01.1999) mit mindestens 60 EUR geahndet.

Warnwesten

Seit April 2004 müssen in Italien Autofahrer eine rote, gelbe oder orangefarbene Warnweste tragen, wenn sie ausserhalb geschlossener Ortschaften, z.B. bei Panne oder Unfall, ihr Fahrzeug verlassen und sich auf der Fahrbahn aufhalten. Wer in Italien künftig die Weste im Bedarfsfall nicht trägt und erwischt wird, muss mit einem Verwarnungsgeld von mindestens € 35 rechnen. Sinn und Zweck der Warnwesten-Vorschrift ist - so der italienische Gesetzgeber - der Schutz und die Sicherung derjenigen Person, die das Warndreieck aufstellt. Der Gesetzeswortlaut sieht im Hinblick auf die Warnweste ausdrücklich nur eine Tragepflicht für den Fahrer des betreffenden Fahrzeugs ("conducente") vor. Dieser muss, wenn er das Fahrzeug nach einer Panne oder einem Unfall verlässt und ein Warndreieck aufstellt, die Warnweste tragen. Nimmt sich dagegen ein Beifahrer dieser Aufgabe an, so trifft nach dem Schutzzweck des Gesetzes natürlich auch diesen die Tragepflicht - auch wenn das Gesetz (vielleicht etwas zu sehr einschränkend) nur vom "Fahrer" spricht. Da sich im Normalfall aber ohnehin nur eine Person zu diesem Zweck auf der Fahrbahn aufhält, genügt es regelmässig, nur eine Warnweste mitzuführen. Fahrer von einspurigen Fahrzeugen, also Motorrädern, sind von der Warnwestenpflicht nicht betroffen.

Winterausrüstung

a) Winterreifen Für einzelne Streckenabschnitte kann zu bestimmten Zeiten und bei entsprechenden Wetterverhältnissen kurzfristig die Benutzung von Winterreifen vorgeschrieben werden.

b) Schneeketten Für die Schneekettenverwendung bestehen keine besonderen Vorschriften.

c) Spikes Die Benutzung von Spikesreifen ist für Fahrzeuge bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht im Zeitraum vom 15.11. jeden Jahres bis 15.3. des Folgejahres erlaubt. Die höchstzulässige Geschwindigkeit mit Spikes beträgt 50 km/h innerorts und 90 km/h ausserorts. Bei Verwendung von Spikesreifen müssen alle Räder damit ausgerüstet sein, ausserdem sind die Fahrzeuge hinten mit Schutzlappen zu versehen.

Besondere Verkehrsschilder

Zona di silenzio = Hupverbot Deviazione = Umleitung Tenere la destra = Rechts fahren Tutte le direzioni = alle Richtungen Rallentare = Langsam fahren Senso unico = Einbahnstrasse Sbarrato = Gesperrt INIZIO Zona tutelata = Beginn der Parkverbotszone.


Geltung deutscher Führerscheine in den EU-Staaten

Nach der EU-Führerscheinrichtlinie 91/439/EWG müssen sämtliche bisher geltenden Führerschein-Dokumente, also auch DDR-Führerscheine, in den anderen EU-Staaten anerkannt werden; es darf weder die neue Führerschein-Plastikkarte noch eine Übersetzung oder gar zusätzlich ein internationaler Führerschein verlangt werden. Dies hat auch die EU-Kommission mit Entscheidung vom 21.3.2000 ausdrücklich bestätigt. Gelegentliche Beanstandungen Deutsche Auto-Urlauber sind in der Vergangenheit gelegentlich im Ausland beanstandet worden, wenn sie mit ihrem alten Führerschein in eine Polizeikontrolle gerieten. Denn die ausländische Polizei kennt oft die genaue Rechtslage nicht und verlangt manchmal den 1999 eingeführten neuen EU-Führerschein im Scheckkartenformat. Sollte ein älterer Führerschein bei einer Verkehrskontrolle nicht akzeptiert werden, wird man häufig ums Zahlen (wenn möglich unter Vorbehalt oder als Sicherheitsleistung) kaum herumkommen, da die Polizei den Betroffenen zwecks Eintreibung des Bussgeldes am Weiterfahren hindern oder eine Sicherheitsleistung verlangen kann. Aus dem Strafzettel sollten aber sowohl der bezahlte Betrag, als auch der Zahlungsgrund zu ersehen sein. Wer über eine Rechtsschutzversicherung verfügt, kann versuchen, den Bescheid mit Hilfe eines ausländischen Anwalts anzufechten, um so u. U. sein Geld zurückzubekommen. Wer jedoch unbedingt von vorneherein etwaigen Problemen aus dem Weg gehen möchte, kann seinen alten Führerschein gegen das neue EU-Dokument umtauschen. Dieser Verwaltungsvorgang kostet EUR 24,--. Die Wartezeit beträgt je nach Wohnort des Antragstellers zwischen einer und sechs Wochen. Diese Massnahme empfiehlt sich vor allem dann, wenn der Betroffene häufig ins Ausland fährt, der vorhandene Führerschein mit einem alten Foto versehen ist oder Eintragungen nicht mehr gut lesbar sind.

Im übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die alten deutschen Führerscheine nach wie vor auch in allen anderen Ländern der Europäischen Union gültig bleiben. Nach der Führerscheinrichtlinie 91/439/EWG müssen diese Dokumente in sämtlichen EU-Staaten weiterhin anerkannt werden. Dies hat die EU-Kommission mit Entscheidung vom 21.3.2000 ausdrücklich bestätigt.

Helmpflicht

Nach Artikel 171 des italienischen Strassenverkehrsgesetzes (Codice della Strada) muss jeder Fahrer eines zweirädrigen Kraftrades sowie ein eventueller Beifahrer einen Helm tragen. Dies gilt für alle Krafträder, also sowohl für Motorräder als auch Kleinkrafträder (z.B. Motorroller oder Mofas). In Italien dürfen darüber hinaus nur solche Helme benutzt werden, die den vom Transportministerium festgelegten Normen entsprechen. Danach sind nur Schutz-helme zugelassen, die entsprechend der ECE-Regelung (Economic Commission of Europe) Nr. 22 gebaut, geprüft, genehmigt und mit dem nach dieser ECE-Regelung vorgeschriebenen Genehmigungszeichen gekennzeichnet sind. Dieses ECE-Genehmigungszeichen (in der Regel im Helm als Sticker angebracht) ist die Garantie, dass der Helm nach amtlich festgelegten Qualitätsmindestanforderungen gefertigt und kontrolliert worden ist. Grundsätzlich erfüllen die Helme, die in Deutschland im Fachhandel erhältlich sind, diese Voraussetzungen. Ein Verstoss gegen die Helmpflicht wird mit einem Bussgeld von 74 bis 296 Euro geahndet. Zusätzlich zur Geldbusse wird gemäss Art. 171 Abs. 3 Codice della Strada das Fahrzeug für einen Zeitraum von 60 Tagen beschlagnahmt; bei einem erneuten Helmpflichtverstoss innerhalb von zwei Jahren erfolgt dagegen eine 90-tägige Beschlagnahme / Sicherstellung. Die Verwahrung des Fahrzeugs obliegt während dieser Zeit dem Halter des Fahrzeugs; dieser kann einen Ort in Italien bestimmen, an dem das Fahrzeug hinterstellt wird. Für den Helmpflichtverstoss eines minderjährigen Beifahrers haftet der Fahrer

Quelle adac 07/08/2007



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