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Der Circus Maximus in Rom

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Panem et circenses - Brot und Spiele - verlange das römische Volk, ohne sich um Gemeinwohl und Staatsinteressen zu kümmern, schreibt Juvenal. Das Brot in Form von Getreidespenden, den annonae, die Spiele in Zirkus und Amphitheater, bei Wagenrennen und Gladiatorenkämpfen. Die zirzensischen Spiele nahmen dabei einen besonders wichtigen Platz ein und waren wie die olympischen Spiele der Griechen kultischen Ursprungs. Der Sage nach wurden seit Romulus am 21. August zu Ehren des Gottes Consus Opferfeiern und Pferdewettrennen abgehalten, und schon der römische König Tarquinius Priscus habe diese Rennen an der Stelle des späteren Circus Maximus in der langen, schmalen Talsenke zwischen den Abhängen des Aventin und des Palatin abgehalten. Mag die Rennbahn dort anfangs noch ganz primitiv und nur mit ein paar Seilen abgesperrt gewesen sein, während die Zuschauer an den Hängen zu beiden Seiten des Tals sassen, so wurde die Anlage allmählich nach dem Muster des griechischen Hippodromos in Byzanz ausgebaut.

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Der Circus Maximus in Rom

Zirkusbauten gab es in der Kaiserzeit in fast allen grösseren Städten. Der im 6. Jahrhundert vor Christus angelegte Circus Maximus in Rom war der grösste Zirkus des Altertums. Er war etwa 600 Meter lang und 150 Meter breit. Rund um die oval angelegte, nach oben offene Rennbahn befanden sich die Zuschauertribünen und die Kaiserloge. Die Startboxen und der Eingangstriumphbogen lagen einander an den Schmalseiten gegenüber. Von dem Bauwerk stehen heute nur noch wenige Mauern und Bogen.

Das Volk der Spieler - Unterhaltung im antiken Rom

«Wenn die Menschen nur ihren Lebensunterhalt und ihre Vergnügungen haben, sind sie zufrieden» - so beschrieb der römische Dichter Juvenal in seinen Satiren die Ansprüche seiner Zeitgenossen. Die römischen Kaiser machten sich dies zunutze: In Roms grösstem Stadion boten sie dem Volk «panem et circenses», Brot und Spiele, und festigten auf diese Weise ihre Macht. Auch Mitglieder der reichsten Familien der Stadt fanden daran Gefallen.

Die Spiele im antiken Rom - beispielsweise Wagenrennen und Tierhetzen - erfüllten vielfältige gesellschaftliche und politische Zwecke. Für den Kaiser waren die Veranstaltungen im Circus Maximus ein wichtiges Forum: Er inszenierte sich selbst, zeigte seine Grosszügigkeit und seinen Reichtum, indem er Geschenke verteilen liess. Dazu gehörten Getreidespenden, gefüllte Geldbörsen und Lose für Schiffe oder Häuser. Auf diese Weise festigte der Herrscher seine Macht, denn von einem zufriedenen Volk waren keine Aufstände zu erwarten.

Brot und Spiele gegen Alltagssorgen

Die kaiserlichen Getreidespenden sicherten vielen Römern das Überleben. Die Spiele lenkten sie darüber hinaus von Armut und Alltagssorgen ab. Ausser Armen und Bedürftigen profitierten auch die reichen Familien der Stadt von den Spielen im Circus Maximus: Die Direktoren der Renngesellschaften erzielten mit den Veranstaltungen hohe Gewinne und vermehrten ihren politischen Einfluss. Während der Spiele befanden sich viele wichtige Personen im Stadion, darunter Senatoren und Konsuln - der perfekte Ort, um Kontakte zu knüpfen.

Zur Zeit des Augustus strömten an Renntagen 60.000 Männer und Frauen in den Circus Maximus. Der Eintritt war frei. Im Untergeschoss des Gebäudes gab es Geschäfte, die Speisen und Getränke anboten. Auch Bordelle waren dort angesiedelt. Vor den Wagenrennen wurden Wetten auf die verschiedenen Rennteams abgeschlossen. An einem einzigen Tag gab es bis zu 24 Rennen, die aufgrund spektakulärer Manöver der Wagenlenker nicht selten tödlich endeten.

Am Ende der Rennen stand immer die Ehrung der Sieger mit Siegespalme, goldgefüllten Börsen und Halsketten. Ebenso beliebt wie Wagenrennen waren Tierhetzen, in denen beispielsweise Leoparden und Nashörner in die Arena gejagt wurden, um entweder gegen andere Tiere oder gegen Menschen zu kämpfen.

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