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Die Alpenregion im Wandel der Zeit

aus Italien
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Das Val di Funes in Südtirol mit den Dolomiten im Hintergrund. [1]
Die Landschaft im Norden Italiens ist stark durch die Alpen geprägt. Die Ausläufer erstrecken sich dabei vom Ligurischen Meer in einem Bogen entlang der Grenze des Landes bis in den Osten. Die Besucher schätzen die abwechslungsreichen Landstriche und die vielfältigen Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten. Im Laufe der Zeit hat sich die Gegend immer wieder verändert. Auch die Einflüsse der anderen angrenzenden Staaten sind bis heute spürbar und die kulturelle Vielfalt charakterisiert die verschiedenen Provinzen ebenfalls.


Viele Italienreisende lieben den Kontrast zwischen der schroffen Bergwelt und der zunehmend mediterranen Landschaft, je weiter es nach Süden geht. Der spannungsreiche Lebensraum ist zudem Heimat verschiedener seltener Tiere und Pflanzen. Die Menschen haben sich auch vor Jahrhunderten nicht durch die natürliche Barriere der hohen Berge aufhalten lassen und haben die Gipfel überquert und die abgelegenen Täler besiedelt. Durch die Abgeschiedenheit sind teilweise sehr unterschiedliche Eigenheiten und Traditionen entstanden, die bis heute lebendig sind.

Inhaltsverzeichnis

Die ersten Siedler

Bereits in der Jungsteinzeit überquerten immer wieder Menschen die Alpen oder jagten in diesem Gebiet, was archäologische Funde belegen. Doch erst nach der Eiszeit, als das Klima wärmer wurde, siedelten sich die ersten Bewohner an.

Die Alpen waren damals stark bewaldet, Flächen mussten erst gerodet werden, um für die Viehzucht oder Getreideanbau nutzbar zu werden. Diese Eingriffe veränderten den Naturraum nachhaltig. Zunächst entstanden einzelne Höfe oder Dörfer eher in den Höhenlagen. Die Täler waren sumpfig und wurden erst nach und nach trockengelegt und somit erst bewohnbar. Vor allem ab etwa 1.000 nach Christus hat ein stärkerer Temperaturanstieg und die Veränderung des Klimas die landwirtschaftliche Nutzung erheblich einfacher gemacht. Schliesslich setzte sich das Modell durch, im Sommer oben mit dem Vieh auf den Almen zu leben und im Winter unten in die Täler zurückzukehren.

Das Absinken der Baumgrenze hat auch Flora und Fauna verändert. Der gesamte Alpenraum ist heute eine vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft. Heute hat der extensive Wintertourismus die stärksten Auswirkungen auf die Natur. Zugleich wird die Bewirtschaftung der steilen Almhänge immer häufiger aufgegeben und diese Flächen wieder sich selbst überlassen. Auch dadurch wird sich die Landschaft erneut verändern.

Die Alpenregion im Überblick

Insgesamt sechs Regionen Italiens grenzen direkt an die Bergmassive der Alpen. Sie zählen mit zu den wichtigsten touristischen Gebieten des Landes, weil hier im Sommer und im Winter viele Besucher angezogen werden. Im Winter kann dort Wintersport betrieben werden, im Sommer laden die Berge zum Wandern ein. Die kleinen Ortschaften strahlen allesamt auf ihre eigene Weise das italienische Lebensgefühl aus – auch abseits von Strand und Meer.

Das Piemont

Schneebedeckte Weinberge im Piemont mit Ausblick auf die Burg von Grinzane Cavour. [2]

Die flächenmässig grösste Region Italiens grenzt im Westen an Frankreich und im Norden an die Schweiz. Turin, die Hauptstadt liegt an den Ausläufern der sogenannten Cottischen Alpen und der Charbonnel-Gruppe. Im Süden liegen die Hügel des Monferrato, ein wichtiges Weinanbaugebiet.

Die Region unterlag im Laufe der Zeit den unterschiedlichsten Herrschern, von den Ligurern über Kelten und Römer, Franzosen, Habsburger oder Spanier. Vor allem in den architektonischen Überbleibseln ist dies heute noch zu sehen. Prähistorische Pfahlbauten, zahlreiche Klöster oder Burgen und Schlösser der verschiedenen Besatzungsmächte spiegeln die aufreibende Geschichte wider.

Heute ist die Region vor allem rund um den Lago Maggiore oder Lago d’Orta touristisch erschlossen. Im Oktober beginnt zudem die Saison für eine ganz besondere regionale Spezialität: die Trüffel.

Das Aostatal

Umschlossen vom Piemont im Süden, grenzt das Aostatal im Norden ebenfalls an die Schweiz. Das höchste Bergmassiv, der Gran Paradiso im Aostatal ist rund 4.000 Meter hoch. Hier befinden sich einige der schönsten Skigebiete des Landes.

Die verschiedenen Bezeichnungen der autonomen Region zeigen die starken Einflüsse der verschiedenen angrenzenden Länder:

  • Italienisch: Valle d’Aosta
  • Französisch: Vallée d’Aoste
  • Frankoprovenzalisch: Val d’Oûta
  • Walserdeutsch: Augschtalann oder Ougstalland
  • Deutsch: Augsttal

Bis heute ist die kleinste der italienischen Alpenregionen mehrsprachig. Französisch und Italienisch sind gleichberechtigte Amtssprachen. Daneben wird der traditionelle Dialekt, das Patois heute von einer zunehmend geringeren Zahl an Menschen gesprochen. In manchen Gegenden ist das Walserdeutsche oder verschiedene deutsche Dialekte noch verbreitet.

Der Tourismus ist heute der wichtigste Wirtschaftsfaktor. Daneben ist die Region durch verschiedene Käsespezialitäten (Fontina) oder den Weinanbau bekannt.

Die Lombardei

Auch die Lombardei hat eine ganz eigene Sprachkultur entwickelt. Das Lombardische wird vor allem in zahlreichen Tälern im Norden, die an das Tessin und Graubünden angrenzen, gesprochen und hat romanische Wurzeln. Im Süden ist die Region hauptsächlich durch die verschiedenen Oberitalienischen Seen geprägt.

Das Finanzviertel Mailands zeigt mit zahlreichen modernen Bauten ein neues Gesicht. [3]

Durch die grosse Nord-Süd-Ausdehnung ist die Landschaft sehr vielfältig. Der höchste Berggipfel, der Piz Zupò (3.996 m) liegt genau an der Schweiz-Italienischen Grenze. Der tiefste Punkt (13 m) liegt in der Poebene bei Sermide zwischen Mantua und Ferrara.

Neben den Seen ist Mailand als Wirtschafts- und Kulturmetropole ein Anziehungspunkt für Touristen. Vor allem in architektonischer Hinsicht ist die Millionenstadt heute ein absolutes Highlight. Neben der historischen Altstadt haben sich vor allem in der Nachkriegszeit zahlreiche innovative Architekten dort verewigt. Darüber hinaus sind in den letzten Jahren spannende neue Projekte fertiggestellt worden, die im Rahmen der Expo 2015 entstanden sind.

Trentino-Südtirol

Diese Region grenzt im Norden grösstenteils an Österreich und am äussersten Nordwestzipfel ebenfalls an die Schweiz. Landschaftlich haben hier die Alpen den grössten Einfluss. Die Dolomiten erstrecken sich über einen weiten Teil des Gebiets. Mit 3.905 Metern ist der Ortler der höchste Gipfel.

Zeitweise war die Region zwischen Österreich und Italien aufgeteilt. Erst vor dem ersten Weltkrieg gehörte sie wieder vollständig zum Stiefelstaat. Zahlreiche deutsche Ortsnamen wurden zur Zeit des Faschismus durch italienische ersetzt. Doch auch heute spielen die ursprünglichen Dialekte noch eine grosse Rolle. Während heute ein Grossteil der Südtiroler Einwohner Deutsch spricht ist im Trentino Italienisch am weitesten verbreitet. Insgesamt sind heute fünf verschiedene Sprachgruppen anerkannt:

  • Italienisch
  • Deutsch
  • Ladinisch
  • Fersentalerisch
  • Zimbrisch

Trient und Bozen sind die grössten und wichtigsten Städte. Neben dem Wintertourismus spielt der Wein- und Obstanbau für die regionale Wirtschaft eine grosse Rolle. Zudem gelten die Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien landesweit als federführend. Auch andere Alpenstaaten mit ähnlichen landschaftlichen Strukturen wie die Schweiz können von den Innovationen und Forschungsergebnissen hier profitieren.

Die Region Venetien

Die Dolomiten erstrecken sich ebenfalls über den nördlichen Bereich Venetiens, dessen grösster Teil sich jedoch über die flacheren Ausläufer der Alpen bis entlang der Adriaküste erstreckt.

Ausblick auf die Dolomiten im Nationalpark Tre Cime. [4]

Auch hier weist die Landschaft eine grosse Vielfalt auf, von den Bergmassiven (höchster Gipfel: Marmolata – 3.343 m) über die ausgedehnten Hügel und die weitreichende Poebene bis zu den Lagunen entlang des Meeres.

Sprachlich hat sich vor allem das Venetische als eigenständiger Dialekt entwickeln können. Daneben werden noch Furlanisch oder Ladinisch gesprochen.

Heute gehört die Region wirtschaftlich zu den am höchsten entwickelten Gebieten in ganz Italien. Verschiedene industrielle Unternehmen haben sich hier angesiedelt. Dennoch sind auch typisch regionale Spezialitäten wie der Radicchio oder Erzeugnisse aus dem Weinbau (Prosecco, Valpolicella) weithin bekannt.

Der Tourismus hat ebenfalls einen festen Platz. Neben den Badeorten an der Adria ist Venedig eines der am stärksten frequentierten Ziele. Aber auch Verona oder Padua sind wegen ihrer kulturellen Highlights sehr beliebt.

Friaul-Julisch Venetien

Auch diese Region ist autonom und befindet sich am östlichsten Rand Italiens in direkter Nachbarschaft zu Österreich und Slowenien. Im Süden grenzt Friaul-Julisch Venetien an die Adriaküste. Das Gebiet gehört seit Mitte des 18. Jahrhunderts zu Italien. Vorher war es immer wieder unter österreichischer, französischer und auch Jugoslawischer Obhut gewesen. Anerkannte Minderheitssprachen sind deshalb neben Italienisch auch noch Deutsch, Furlanisch (Friaulisch) und Slowenisch.

Triest ist die Hauptstadt und war lange Zeit auch durch den Hafen ein wichtiges Wirtschaftszentrum für ganz Italien. Die Einflüsse aus verschiedenen Kulturen haben die Stadt nachhaltig geprägt, die bis heute sehr kosmopolitisch ist. Daneben ist Udine mit seinem historischen Stadtkern ein beliebtes Ziel für Urlaubsgäste.

Unter Weinkennern haben die regionalen Erzeugnisse einen guten Ruf. Grundsätzlich spielt die Landwirtschaft heute jedoch keine zentrale Rolle mehr.

Die Alpen entdecken

Der Klimawandel macht sich bei den alpinen Gletschern besonders stark bemerkbar. [5]

Trotz der spürbaren klimatischen Veränderungen bieten die Alpen immer noch sehr gute Bedingungen für Wintersportler. Zunehmend bemühen sich die verschiedenen Gemeinden jedoch auch, ihre Ortschaften abseits der Wintermonate für Touristen attraktiv zu machen. Nachhaltigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle, um die vielfältige Landschaft langfristig zu erhalten.

Zunehmend werden die regionalen Besonderheiten, die zahlreichen kleinen kulturellen Schätze oder kulinarischen Spezialitäten mehr in den Vordergrund gerückt. Auch im Sommer besitzt der Alpenraum durch die eindrucksvolle Bergwelt, die traditionellen Ortschaften und die eigenständige Kulturlandschaft eine grosse Anziehungskraft.

Charakteristisches Klima

Als eine der grössten Wetterscheiden Europas unterscheidet sich das Klima auf der Nord- und Südseite der Alpen erheblich. Auf der italienischen Seite ist gerade das Zusammenspiel der schneebedeckten Gipfel gepaart mit den milden Temperaturen in den niedrigeren Lagen Richtung Süden sehr spannungsvoll. Dabei ist jedes Tal durch die steilen Hänge nochmals durch ein eigenes Mikroklima geprägt.

Die Herausforderungen der heutigen Zeit

Sämtliche Alpenregionen sind länderübergreifend in Europa vom Klimawandel am stärksten betroffen. Die Auswirkungen der stetig höheren Temperaturen stellen die Gebiete vor riesige Herausforderungen. Um den Naturraum und die Umwelt auch in Zukunft lebenswert zu erhalten spielt der Umweltschutz auf politischer Ebene eine zentrale Rolle. Denn eine intakte Landschaft und ein authentisches Naturerlebnis sind für den Tourismus von erheblicher Bedeutung.

Der Schutz der Natur und der Erhalt des natürlichen Lebensraums der Alpen gehört zu den zentralen Punkten verschiedener länderübergreifender Organisationen und Projekte. [6]

Dafür haben die einzelnen Länder verschiedene Projekte ins Leben gerufen. Bereits 1991 wurde im Rahmen einer Konferenz ein Vertrag zwischen den Alpenstaaten zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Alpen geschlossen. Die unterschiedlichsten Bereiche wie Landschaftspflege, Raumplanung, Energieentwicklung Tourismus oder Verkehr werden dabei berücksichtigt.

Darüber hinaus bemühen sich die Einzelstaaten mit eigenen Zielsetzungen und Projekten um den Schutz des Lebensraums der Alpen:

  • Schweiz: Der Umweltschutz ist in der Schweiz fest in der Bundesverfassung verankert. Gezielte Massnahmen und gesetzliche Regelungen tragen zur Durchsetzung nachhaltiger Zukunftsstrategien bei. Darüber hinaus engagieren sich verschiedene Umweltorganisationen für den Erhalt der Natur und der natürlichen Ressourcen des Landes. Einige der Initiativen haben heute bereits Früchte getragen, was sich beispielsweise in einer besseren Luft- und Wasserqualität zeigt. Eine der grössten Herausforderung in der Zukunft ist hier jedoch die Gletscherschmelze.
  • Österreich: Der grösste Teil des Landes wird hier von den Alpen dominiert, was die Wichtigkeit eines intakten Naturraums für die Österreicher hervorhebt. Bereits in den 70er Jahren wurde in Mösern (Tirol) eine länderübergreifende Gemeinschaft zur nachhaltigen Entwicklung des alpinen Lebensraums geschlossen. Der Arbeitsgemeinschaft Arge Alp gehören insgesamt zehn Regionen der unterschiedlichen Anrainerstaaten an. Das Österreichische Umweltzeichen war 2010 weltweit das erste Label, mit dem ökologisch Nachhaltiger Tourismus ausgezeichnet werden konnte – und damit Vorreiter für weitere auch in anderen Ländern.
  • Italien: Neben der Teilnahme an den länderübergreifenden Organisationen werden in Italien vor allem beim Tourismus neue Wege erprobt. Gemeinden engagieren sich dabei mit verschiedenen Projekten im Bereich Verkehr, effizientem Umgang mit Ressourcen oder auch alternativer Energiegewinnung. Der Einsatz von Solarenergie und Photovoltaik, ein umweltfreundliches Speicherbecken oder die Reduktion des CO²-Ausstosses durch alternative Verkehrsmittel machen das Skigebiet Carezza in den Dolomiten zum Vorreiter in Sachen nachhaltiger Wintertourismus. Zusammen mit dem Wintersportgebiet Arosa in der Schweiz wurde inzwischen die Initiative „alpine Klimaskigebiete“ ins Leben gerufen.

Die Beispiele zeigen nur einen Ausschnitt und Einblick in die vielfältigen Bemühungen unterschiedlichster Initiatoren, die sich dem Schutz des Alpenraumes verschrieben haben.

Wege über und durch die Alpen

Die früheren Wege über die Alpen waren beschwerlich und oft abenteuerlich wie hier bei der Teufelsbrücke über die Schöllenschlucht. [7]

Zur Erschliessung der Alpenregion hat der Ausbau des Strassennetzes erheblich beigetragen. War der Weg in früheren Zeiten unglaublich beschwerlich und voller Gefahren, bietet die heutige Infrastruktur die Möglichkeit, selbst in den entlegensten Winkel zu gelangen.

Länderübergreifende Eisenbahnlinien und Tunnels sorgten dafür, dass der Transit vereinfacht und somit auch der Handel unterstützt wurde. Im 18. Jahrhundert läuteten verschiedene Projekte hier einen grossen Wandel ein:

  • Semmering-Pass: Zwischen den österreichischen Regionen Niederösterreich und der Steiermark wurde hier 1854 eine Trasse für die erste Hochgebirgsbahn geschaffen. Bereits zuvor hatte die steile Strassenverbindung zu einem wichtigen Verbindungsweg entwickelt.
  • Brenner-Pass: Zwischen der österreichischen Region Tirol und Südtirol auf italienischer Seite wurde 1867 die Brennereisenbahnstrecke eröffnet und sorgte für eine vereinfachte Überquerung. Fast 100 Jahre später (1963) wurde die Brennerautobahn mit der Europabrücke fertiggestellt. Sie zählt heute mit zu den wichtigsten Nord-Süd-Achsen über die Alpen.
  • Gotthard-Pass: Das Pendant zum Brenner-Pass auf Schweizer Seite ist der Gotthard-Pass zwischen Andermatt im Kanton Uri und Airolo im Kanton Tessin. Die Strecke war bereits bei den Römern bekannt und wurde immer weiter ausgebaut. 1882 wurde der Bau des ersten Tunnels abgeschlossen und die Gotthardbahn entlastete die altertümliche Strasse erheblich. 1980 ergänzte der Strassentunnel die leichtere Verbindung auch für Kraftfahrzeuge. Der neue Basistunnel wurde 2016 eröffnet und bietet seitdem noch mehr Kapazitäten.

Die ursprünglichen Verbindungswege bestehen neben den wichtigen Hauptachsen, über die sich der grösste Teil des Verkehrs heute bewegt, immer noch. Schmale Steinbrücken oder direkt in den Fels gehauene Wege direkt neben dem Abgrund zeigen, wie gefährlich das Reisen zu früheren Zeiten einmal gewesen ist. Heute können die spektakulären Bauwerke noch auf den zahlreichen Wanderrouten durch die Alpen entdeckt werden.

Die alpenländische Kultur

In den einzelnen Regionen sind durch verschiedene Herstellungsmethoden unzählige Spezialitäten entstanden. Käse oder Wurst wird heute vielerorts immer noch auf die ursprüngliche Weise produziert. Die Lebensmittel werden direkt von den Erzeugern vorwiegend auf den lokalen Märkten verkauft.

Das kulturelle Erbe wird auch im Rahmen zahlreicher Feste und Feierlichkeiten gepflegt. Traditionelle Tänze und Trachten, Lieder und Volksweisen und natürlich die jeweiligen regionalen Köstlichkeiten stehen dabei im Mittelpunkt.

Einflüsse aus vielen unterschiedlichen Quellen

Die Pflege des Brauchtums und der regionalen Traditionen spielt vielerorts noch immer eine wichtige Rolle. [8]

Lange Zeit waren die einzelnen Ortschaften in den unterschiedlichen Tälern vor allem in der kalten Jahreszeit komplett voneinander abgeschnitten. Durch diese Abgeschiedenheit haben sich unabhängig voneinander sehr unterschiedliche Traditionen entwickeln können. Bis heute spiegelt sich dies vor allem in der sprachlichen Vielfalt wider.

Mit der zunehmenden Mobilität hat nach und nach jedoch ein grösserer Austausch stattgefunden. Auf diese Weise sind die einzelnen Regionen heute charakterisiert durch ein buntes Zusammenspiel der unterschiedlichsten Einflüsse.

Durch die staatliche Autonomie, die einige Regionen besitzen, wird das sprachliche Erbe bewusst gefördert und am Leben gehalten. Auch die jüngeren Generationen erlernen so bis heute die überlieferten Dialekte, die im Alltag immer noch gepflegt werden. Sie stellen einen wichtigen Teil der regionalen Identität dar.


Bildnachweis: [1]© JFL Photography / Fotolia [2]© Maurizio Milanesio / Fotolia [3]© scaliger / Fotolia [4]© Andrey Armyagov / Fotolia [5]© Simone Polattini / Fotolia [6]© Olja / Fotolia [7]© tauav / Fotolia [8]© mmphoto / Fotolia



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