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Edelrauthütte

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Bei der Edelrauthütte handelt es sich um ein Schutzhaus in Tirol. Sie ist in den Pfunderer Bergen. Ihre Höhe liegt bei 2.545 m am Eisbruggjoch. Zwischen dem Pfunderer und dem Lappacher Tal am Alpenhauptkamm bildet sie den Übergang. Sie bietet einen Ausgangspunkt. Von hier aus gelangt man in die Dreitausenderregion der Zillertaler Alpen. Man eröffnete die Schutzhütte 1907.

Umstritten ist der Name dieser Hütte. Sie wurde eigentlich nach ihrem nach ihrem Gründerverein, der „Alpinen Gesellschaft Edelraute“ benannt. Sie gehört zum deutsch-österreichischen Alpenverein, Sektion Wien. Diese erwarb 1906 hier am Joch ein Grundstück und errichtete die Hütte. Demnach hiess die Hütte also „Edelrautehütte“. Südtirol gehörte nach dem ersten Weltkrieg zu Italien. So also auch die Schutzhütte, wie alle des deutsch-österreichischen Alpenvereins im Vertrag von Saint-Germain. Auf Grund der Italianisierung die faschistisch war, wurde die „Edelrautehütte“ auf den italienischen Karten neu benannt. Der Name „Rifugio Passo Ponte di Ghiaccio“ wurde eingesetzt. Auf Grund der wörtlichen Übersetzung nannte man sie nun auch „Eisbruggjochhütte“. Vor allem im Volksmund gebräuchlich, steht im Grundbuch (neben der italienischen Benennung) noch immer „Edelrautehütte“.


Man erreicht die Hütte über drei Hauptzustiege. So braucht man vom vom Neves-Stausee im hinteren Lappacher Tal in etwa 2,5 Stunden. 3 Stunden muss man vom Weiler Dun in Pfunders rechnen und über die Hochfeilerhütte sowie die Niedere Weisszintscharte sogar 5-6 Stunden. Einen wichtigen Stützpunkt bildet die Hütte auf bekannten Höhenwegen. Da wäre einmal der Pfunderer Höhenweg von Bruneck bis Sterzing (5-6 Tage). Zum Zweiten wäre der Neves-Höhenweg (1 Tag) zu nennen. Der dritte Höhenweg wäre Brenner – Schwarzenstein - Speikboden (5-6 Tage). Erreichbar sind von der Hütte aus die Gipfel Hochfeiler 3.510 m, Hoher Weisszint 3.371 m, Hohe Warte 3.055 m und der grosse Möseler 3.479 m Der Übergang vom Nevessattel - Futschagelhaus mit Dauer von5-6 Stunden ist nur für nur Erfahrene geeignet. Den Übergang Hochfeiler Hütte – Pfitscherjoch – Schlegeis kann man in 7 Stunden schaffen. Eine „Jubiläumshütte“ wurde bereits 1895 vom „Hüttenausbau-Ausschuss“ der Sektion Berlin des D. u. Oe. Alpenvereins am Eisbruggjoch“ geplant. Im westlichen Teil sollte der Besuch des Hochfeilers sowie anderen Gipfeln erleichtert werden.


Nach der Errichtung wurde die Hütte am 17.08.1908 eingeweiht. Dies geschah im Beisein des kaiserlichen Regierungsrates Dr. Daimer. Das Haupthaus wurde kaum verändert. Der Stützpunkt war immer schon gut besucht. Die Schutzhütte war bis 1999 im Besitz des „Demanio Pubblico dello Stato – Ramo Guerra“ ging dann aber dann an das Land Südtirol über.


Stark verwahrlost und beschädigt nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude 1950 wieer in Stand gesetzt. 1964 hatte man es allerdings erneut militärisch besetzt. für Bergsteiger ist sie seit 1972 wieder offen. 1976 wurde wegen Raumnot angebaut. Dieser Nebenbau ist mit Winterraum und Schlaflagern ausgestattet. Auch ein ein Elektrizitäts-Werk kam hinzu. Ein Armeehubschrauber musste den Materialtransport übernehmen. Die Edelrauthütte ist jetzt noch ohne Zufahrt oder Materialseilbahn.

Quelle/Zitat: Italien-lexikon(.)de



Edelrauthütte wurde von Italien.ch mit 4.1 Punkten bewertet
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