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Italienische Esskultur und Essgewohnheiten

aus Italien
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Essgewohnheiten und Essenszeiten in Italien unterscheiden sich in mancher Hinsicht von den in Mittel- und Nordeuropa üblichen. Das Frühstück wird oft im Stehen an der Theke einer Espresso-Bar eingenommen und besteht nur aus einem Hörnchen oder einem tramezzino, einem weichen, dreieckigen Toastbrot, das mit Thunfisch, Schinken und Käse oder Gemüse belegt ist. Mittags und abends setzt man sich später zu Tisch als im Norden, zu Mittag frühestens gegen 13 Uhr, am Abend kaum vor 20.30 Uhr.

Die fehlende Frühstücksgemütlichkeit ist in gewisser Weise typisch für den mediterranen Raum. Dafür geraten die beiden Hauptmahlzeiten zu recht ausführlichen und opulenten kulinarischen Ereignissen. Ohne ein mehrgängiges Menü am Tag fehlt dem Durchschnittsitaliener etwas, und die Gastronomen der Stadt erwarten von ihren Gästen, dass sie sich an diese »Regel« halten. Das Mittagessen (pranzo) dauert daher im Restaurant schon mal eineinhalb Stunden, das Abendessen (cena) auch 2-3 Std.

Einen Bruch dieser Esskultur stellen die auch in Italien zu findenden Fast Food-Lokale dar, und es gibt natürlich auch Italienerinnen und Italiener, die sich mittags mit einem Hamburger bei einem der einschlägigen Kettenrestaurants oder aber mit einer pizza al taglio, einem rechteckigen Pizzenstück aus einem Stehimbiss, begnügen.

Caffè-Kultur in Italien

Der Caffè ist aus der italienischen Lebenskultur nicht wegzudenken - der Genuss dieses Getränks in Restaurants und Espresso-Bars wird im wahrsten Sinne des Wortes zelebriert. Es gibt mehr als ein Dutzend Zubereitungsmöglichkeiten, deren wichtigste die folgenden sind: Espresso (wird auch einfach als caffè bezeichnet): ein Fingerhut sehr starken Kaffees, der frisch aus der Maschine kommend, möglichst heiss getrunken wird; Caffè lungo: Espresso, der mit der doppelten Wassermenge erstellt wird, also gestreckt und nicht so stark ist; Caffè macchiato: Espresso mit ein paar Tropfen kalter Milch darin; Latte macchiato: aufgeschäumte Milch mit etwas Kaffee darin; Capuccino: Espresso, über den aufgeschäumte heisse Milch gegossen wird; etwas aufgestäubter Kakao gehört für viele dazu; Caffè corretto: Espresso mit einem Schuss Alkohol wie Grappa, Cognac oder auch Likör, etwa Sambuca (Anis); Caffè freddo: eisgekühlter Kaffee, schwarz und gezuckert; Capuccino freddo: eisgekühlter, gezuckerter Milchkaffee.

Öffnungszeiten

In aller Regel öffnen Restaurants gegen 12.30 Uhr - die Küche arbeitet oft erst ab 13 Uhr -, und sie schliessen am Nachmittag, nachdem die letzten Gäste gegangen sind. Am Abend erhält man meist ab 19 Uhr Einlass, und auch dann muss man gegebenenfalls die Zeit bis 19.30 Uhr mit Brot, Grissini, Wein und Wasser überbrücken. In seltenen Fällen schliessen die Küchen bereits um 22 Uhr.

Viele Restaurants bieten ein besonderes Touristengedeck (Menu turistico) an. In Italien gibt es mehr als 20 Weinanbaugebiete, vom Val d’Aosta an der französischen Grenze bis nach Sizilien im Süden.



Italienische Esskultur und Essgewohnheiten wurde von Italien.ch mit 4.12 Punkten bewertet
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