Italien.ch

Kultur

aus Italien
Wechseln zu: Navigation, Suche


Die italienische Kultur ist rund 2500 Jahre alt. In früherer Zeit war die römische Antike in Europa sehr bekannt und war Vorbild für einige europäische Bauwerke.

Im Mittelalter und in der Renaissance war Italien Vorbild auf den Gebiet der Kunst und der Forschung. Sehr viele bedeutende Künstler aus der damaligen Zeit stammen aus Italien, z. B. Leonardo da Vinci, Botticelli, Raffael und Michelangelo, die ihre Zeichen unter anderem in der Malerei und Bildhauerei hinterliessen.

Insbesondere die italienische Oper ist heute noch weltbekannt.

Bildende Kunst und Literatur

In keinem anderen Land der Welt befinden sich so viele bedeutende Kunstwerke und Kunstdenkmäler auf so engem Raum versammelt wie in Italien. Das Land besitzt – was die ältere bildende Kunst und Architektur betrifft – den grössten Teil des europäischen Kulturerbes. Auf italienischem Boden haben sich einzigartige Zeugnisse der griechischen, etruskischen, römischen, frühchristlichen und byzantinischen Kunst erhalten. Im Mittelalter bildete sich die italienische Kunst aus; sie gehört seitdem zu den grossen europäischen Kulturen. Vor allem im Mittelalter, während der Renaissance und im Barock gingen von Italien die massgeblichen und stilbildenden Impulse für die europäische Kunst aus. Auch im 20. Jahrhundert formten sich in Italien wieder international einflussreiche Kunstrichtungen: vor allem Futurismus, Pittura metafisica, Arte Povera, Transavanguardia.

Musik

Abgesehen von der gemeinsamen Sprache und der Staatskirche ist Italien keineswegs von einer homogenen Kultur geprägt. Dies gilt besonders für die Stilarten der Volksmusik im Norden einerseits und auf den grossen Inseln Sardinien und Sizilien andererseits. Nicht nur die Instrumente und die gespielten Stücke unterscheiden sich je nach Region stark voneinander, sondern auch Technik und Stil des Vortragens. Grob lässt sich die italienische Volksmusik jedoch in die Stilrichtung des Nordens, die des Südens (in diesen Bereich gehört auch Sizilien) und die Sardiniens einteilen.

Im stark industrialisierten Norden nimmt der Gesang eine wichtige Stellung ein, der sowohl von Solisten als auch von Gruppen vorgetragen wird. Der Sologesang lässt sich in erzählende Stücke, wie z. B. Balladen oder Ballate, und eher lyrische Gesangsformen unterteilen. Im Norden haben die Angehörigen verschiedener Berufsgruppen eigene Stilarten entwickelt.

Auch in den Provinzen der süditalienischen Halbinsel hat das Vortragen erzählender und lyrischer Gesänge eine lebendige Tradition. In einigen Gebieten werden lange Balladen mit der Bezeichnung Storie gesungen. Der Süden des Landes weist auch eine Vielzahl an Musikinstrumenten auf. Zu ihnen gehören gewöhnliche Rohrflöten und Tamburine ebenso wie Dudelsäcke und Hirtenflöten-Duos (Zampogna und Piffero), die nur in den südlichsten Provinzen anzutreffen sind. Die letztgenannten Instrumente sind eng mit dem Hirtentum verbunden und werden deshalb besonders häufig zur Weihnachtszeit gespielt.

Typisch für die Musik Sardiniens ist die Vielstimmigkeit in Männerchören, die mit ihrem Gesang Tänzer und Prozessionen begleiten. Die Sänger dieser Chöre haben in ihre Musik auch die Klänge ihrer Umgebung eingearbeitet, und manchmal ahmen die Stimmen Schafe und Ziegen nach. Die Vielstimmigkeit kommt auch bei den beiden wichtigsten Instrumenten Sardiniens zum Tragen: dem Organetto und dem Launeddas. Das Organetto ist ein kleines Akkordeon, auf dem man gleichzeitig die Melodie und die Begleitung spielen kann. Hinter dem Begriff Launeddas verbirgt sich eine Klarinette mit Dreifachblattzunge, deren Spieler die Melodie, die Gegenmelodie und den Bassteil spielt. Beide Instrumente sind oft auf Tanzveranstaltungen zu hören, die immer noch zu den wichtigen Bestandteilen des dörflichen Lebens auf Sardinien gehören.

Bibliotheken und Museen

Italien verfügt über viele bedeutende Büchersammlungen. Zu den grössten und wertvollsten gehören die Nationalbibliotheken in Florenz, Rom, Neapel. Auch zahlreiche Universitäten und die Vatikanstadt sind mit grossen Bibliotheken ausgestattet. Kleinere Sammlungen mit einer Vielzahl von regionalen Dokumenten und Inkunabeln (Druckerzeugnissen aus der Zeit vor 1501) gibt es in den meisten italienischen Städten. Bibliotheken mit öffentlich zugänglichen Beständen stellen in Italien eine Seltenheit dar, oft benötigen Besucher ein offizielles Dokument oder ein Empfehlungsschreiben, um eingelassen zu werden.

Viele italienische Städte beherbergen weltberühmte Kunstsammlungen. Zu den bedeutendsten gehören die Uffizien und die Grabkapelle der Medici in Florenz, das Nationalmuseum in Neapel sowie das Nationalmuseum für etruskische Altertümer in der Villa Giulia, die Galleria Borghese und die Galleria Nazionale d'Arte Moderna in Rom. Auch die Vatikanstadt verfügt in ihren Museen und Kapellen, von denen die Sixtinische Kapelle mit Abstand die berühmteste ist, über namhafte Kunstsammlungen. Weltweiter Bekanntheit erfreut sich die internationale Biennale für zeitgenössische Kunst in Venedig. Die zahlreichen Skulpturen, Brunnen und architektonischen Meisterwerke lassen viele der italienischen Städte selbst wie Freilichtmuseen erscheinen.



Kultur wurde von Italien.ch mit 4.9 Punkten bewertet
Italienische Produkte online kaufen im Online Shop

Weinshop Italien


Italienische Weine & Spezialitäten wie Rotweine, Weißweine, Prosecco, Grappa, Schnaps, Olivenöl... aus Italien online kaufen/bestellen

Gratis-Versand ab 99.-
Lieferzeit 2–4 Tage
Made in Italy