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In kaum einem anderen Land ist die Medienlandschaft so dicht besiedelt wie in Italien.

Unterschieden wird zwischen öffentlich rechtlichen und privaten Sendern, wobei die privaten Sender grösstenteils zum Mediakonzern Mediaset gehören und damit Teil des Berlusconi-Besitzes sind. Berlusconi, der 2004 noch Ministerpräsident in Italien war, hatte durch seinen Einfluss auf die Medien eine enorme politische Macht auf Presse, Rundfunk und Fernsehen, die er auch ausnutze. So kam es dazu, dass eine Medienaufsichts-Organisation bei vielen Sendern oder Medienunternehmen vorsichtshalber die Pressefreiheit einschränkte. Nach dem Ende der Ära Berlusconi im Jahre 2006 legte sich dieses Problem allerdings wieder und die Pressefreiheit konnte wieder freigegeben werden. Zu den Sendern im Einzelnen: Die staatlich kontrollierte Organisation RAI-TV beherbergt unter anderem drei italienische Radioprogramme sowie die TV-Sender Rai Uno, Due und Tre. Wie schon erwähnt gibt es aber auch eine Vielzahl von privaten Fernseh- und Radiostationen, nahezu in jeder grösseren Stadt finden sich Stationen oder Ableger davon. Sie befassen sich in erster Linie mit den Bereichen Show, Spielfilmen und Musik, Information ist Nebensache geworden. Private finanzieren sich ausschliesslich durch Werbeeinnahmen. Laut einer Statistik gibt es in Italien knapp 2000 Fernsehsender die insgesamt von knapp 30 Millionen Menschen angesehen werden. Die italienische Antwort auf Premiere, also eine Art Pay TV, gibt es auch. Es nennt sich Sky Italia und hat mehr als drei Millionen Abonnenten, die sich die neusten Filme und Spartenkanäle nicht entgehen lassen. Auch im Printbereich existiert eine Vielzahl von Anbietern. Während es direkte Parteizeitungen gibt, die sich auch zu ihrer Parteilichkeit bekennen, sind die meisten Blätter so genannte quotidiano indipendente, also unabhängige Tageszeitungen. Zu den meistgelesenen Zeitungen in Italien gehören die Klatschzeitungen sowie die Gazzetta dello Sport, die ebenfalls täglich erscheint. Generell wird in Italien aber weniger Zeitung gelesen als im europäischen Vergleich, Fernsehen und Radio spielen dagegen eine grössere Rolle.

Zeitungen, Zeitschriften

In Italien gibt es über 100 Tages-, 500 Wochen- und 2.500 Monatszeitungen/-schriften. Tageszeitungen, die in ganz Italien verbreitet sind (in Klammer: Erscheinungsort und ungefähre Auflage): Avvenire (Mailand, 80.000), Il Corriere della Sera (Mailand, 660.000), Il Giornale Nuovo (Mailand, 150.000), Il Giorno (Mailand, 155.000), Il Messaggero (Rom, 300.000), La Repubblica (Rom, 630.000), La Stampa (Turin, 430.000), La Voce (Mailand, 150.000);

Sporttageszeitungen: Corriere dello Sport (Rom, 300.000), La Gazzetta dello Sport (Mailand, 470.000), Tuttosport (Turin, 120.000); Fremdsprachige Zeitungen: Dolomiten (Bozen, Deutsch), Primorski Dnevnik (Triest, Slowenisch), Volksbote (Bozen, Deutsch);

-->Italienische Tageszeitungen

Quelle/Zitat: Italien-lexikon(.)de



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