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Palazzo Pitti

aus Italien
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Es handelt sich um einen Palast der Renaissance in Florenz. Für den Kaufmann Luca Pitti erbaute man es um 1440. Man kann es Filippo Brunelleschi zuschreiben.

Es fällt hier auf, grob behauener Steinquader hier konsequente Verwendung fand. Es ist der alleineige Fassadenschmuck in allen drei Stockwerken, die sich sehr ähnlich sind. Das Gebäude hat so den Charakter einer Festung.

Der Bau blieb jedoch unvollendet. Grund war die Teilnahme der Verschwörung der Pazzis und die Überführeng an diese. Erst Eleonora von Toledo (Gattin Cosimo I. de’ Medici) begann nach ihrem Kauf des Gebäudes 1549 mit dem Weiterbau. Auch der Boboli-Garten fand Platz. Man tauschte das Sparrendach durch eines das hinter Balustraden verborgene wurde und niedriger war. 1568 wurde durch Bartolomeo Ammanati in die zugemauerten Bogenportale Renaissancefenster eingesetzt. Auch die Fassade des Gartens, der Hof sowie Teile der Gartenanlage entstanden durch ihn.

Das ehemals dreigeschossige Hauptgebäude hatte sieben Fensterachsen. Man verbreiterte es jedoch 1620 – 1631 auf eine Breite von 13. Ausserdem baute man zwei weistöckige Seitenflügel an, in denen jeweils fünf Achsen ergänzt wurden. Sie betten sich mühelos und passend in die Fassadengestaltung Brunelleschis und Ammanatis ein. Da wären noch einstöckige seitliche Anbauten zu nennen, die 1764 erbaut, den Vorplatz umrahmen.

Giorgio Vasari war es, der 1565 einen langen Korridor errichtete. Er verbindet den Palazzo Pitti über den Ponte Vecchio. Dieser verbindet über die Kirche Santa Felicita den Ponte Vecchio sowie die Uffizien und dem Palazzo Vecchio auf der anderen Seite des Arno. Es ist also so konstruiert, dass die Bewohner unbemerkt von den Leuten, von einem zum andern Wohnsitz, sowie zum Rathaus gehen konnten.

Die Herzöge von Toskana wohnten seit dem 16. Jahrhundert hier. Dann kam der Palast an den König von Italien. 1919 überliess König Vittorio Emanuele III. dem italienischen Staat den Palast. Den Palazzo Pitti und seine Gemäldesammlungen kann man seitdem besichtigen. Da wäre Beispielsweise die Galleria Palatina der Medici, in der Bilder von Tizian, Giorgione, Raffael und Rubens ausgestellt werden. Bilder des Klassizismus befinden sich hingegen in der Galleria dell Arte Moderna.

Der Königsbau der Münchner Residenz wurde nach dem Vorbild dieses Palastes erschaffen.

Quelle/Zitat: Italien-lexikon(.)de



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