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Einfach ist sie nicht gerade, die politische Aufgliederung Italiens. Schliesslich besteht das Land aus stolzen 20 Regioni, die jeweils eine eigene Regierung besitzen. Und diese Regionen wiederum sind noch einmal aufgespalten in ganze 108 Provinzen mit insgesamt mehr als 8.000 Gemeinden. Diese alle aufzuzählen würde selbstverständlich den Rahmen sprengen. Deshalb gehen wir hier im Einzelnen lediglich auf die 20 Regionen Italiens ein. Sie heissen: Abruzzen, Apulien, Basilikata, Emilia-Romagna, Kalabrien, Kampanien, Latium, Ligurien, Lombardei, Marken, Molise, Piemont, Toskana, Venetien, Umbrien, Trentino-Südtirol, Sardinien, Sizilien, Aostatal, Friaul-Julisch Venetien. Die letzen fünf der genannten Regionen geniessen einen ganz besonderen Status – sie besitzen in gewissem Masse eine politische Autonomie. Seit 1946 besteht das heute bekannte politische System Italiens, zuvor handelte es sich um ein faschistisches System, das Benito Mussolini als neues römisches Reich herausbringen wollte. Das Land ist eine parlamentarische Republik mit einem Staatspräsidenten als Oberhaupt. In einem politischen Referendum war am 2. Juni 1946 die Staatsform festgelegt worden, seitdem ist dieses wichtige Datum der italienische Nationalfeiertag. Italien gehört seit April 1949 offiziell zur NATO, seit 1955 ist man Mitglied bei den Vereinten Nationen. Auch als Gründungsmitglied der Europäischen Union hatte Italien im Januar 1952 mitgewirkt. Ministerpräsident und Regierungschef des Landes ist seit zwei Jahren Romano Prodi. Das italienische Parlament hat im Gegensatz zum Präsidenten die meiste politische Entscheidungskraft. Es setzt sich aus Senat und Abgeordneten zusammen, sie können alle fünf Jahre neu gewählt werden. Ausserdem gibt es in Italien Senatoren auf Lebenszeit. Dabei handelt es sich um Bürger, die mit diesem Titel aufgrund eines ganz besonderen Verdienstes ausgezeichnet wurden. Sie können nicht abgewählt werden.

Inhaltsverzeichnis

Regierung

Das Staatsoberhaupt Italiens ist der Präsident, der allerdings in erster Linie repräsentative Pflichten wahrnimmt. Die Regierungsmacht liegt in den Händen des Ministerpräsidenten und seines Kabinetts. Das auf dem Zweikammersystem beruhende Parlament setzt sich aus einem Abgeordnetenhaus mit 630 Mitgliedern und einem Senat mit 325 Mitgliedern zusammen. Das Land ist in 20 Regionen gegliedert, von denen viele eine grössere Autonomie von der Zentralregierung in Rom anstreben. An den Wahlen zum Abgeordnetenhaus dürfen alle Bürger ab 18 Jahren teilnehmen, während das Mindestalter bei den Wahlen zum Senat bei 25 Jahren liegt.

Verfassung

Die Verfassung trat am 1. 1. 1948 in Kraft. Danach ist Italien eine demokratische Republik. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident. Er wird auf 7 Jahre von einer Körperschaft gewählt, die aus den beiden Kammern des Parlaments und je 3 Vertretern der Regionen besteht. Er ernennt den Ministerpräsidenten und auf dessen Vorschlag die Minister.

Die Legislative, das Parlament, besteht aus 2 Kammern: dem Abgeordnetenhaus und dem Senat. Die 630 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden für 5 Jahre gewählt. Der Senat mit seinen 315 gewählten Mitgliedern (dazu 10 auf Lebenszeit ernannte Senatoren) ist das Vertretungsorgan der Landesteile. Die Senatoren werden ebenfalls für 5 Jahre gewählt.

Im italienischen Parteiensystem lassen sich zwei Lager unterscheiden, das Mitte-links-Bündnis L'Ulivo (Ölbaum) sowie das Mitte-rechts-Bündnis Casa delle Libertà (Haus der Freiheiten). Zum L'Ulivo gehören u. a. die Linksdemokraten (Democrati di Sinistra), die aus der ehemaligen Kommunistischen Partei (PCI) hervorgingen, die aus der Democrazia Cristiana entstandene Italienische Volkspartei (Partito Popolare Italiano) sowie die Südtiroler Volkspartei (SVP), die die Interessen der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol vertritt. Orthodox-kommunistische Positionen finden sich im Programm der Rifondazione Comunista (RC). Die von S.?Berlusconi gegründete Bewegung Forza Italia (FI) ist die stärkste Kraft des Mitte-rechts-Bündnisses Casa delle Libertà. Ihm gehören u.a. die aus dem rechtsextremen Movimento Sociale Italiano-Destra Nazionale (MSI-DN) hervorgegangene Alleanza Nazionale (AN), die föderalistische Lega Nord (LN) sowie kleinere christdemokratische Parteien an.

Das italienische Recht ist nach französischem Vorbild kodifiziert. Höchste gerichtliche Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit ist der Oberste Kassationsgerichtshof in Rom. Über die Einhaltung der Verfassungsgesetze wacht der Verfassungsgerichtshof.

Politische Informationen (Tabelle)

  • Staatsform: Republik (seit 18.6.1946), Verfassung seit 1948
  • Politisches System: Parlamentarische Demokratie mit Zweikammersystem (Parlament und Senat). Wahlpflicht, Nichtwähler werden aber nicht belangt.
  • Politische Grenzen mit: Frankreich, Schweiz, Österreich, Slowenien und den eingeschlossenen souveränen Staaten.
  • Eingeschlossene souveräne Staaten: San Marino und Vatikanstaat
  • Flagge/Bandiera (Staatsflagge und Flaggen der Regionen): Staatsflage: Flagge Italien Mehr zu den italienischen Flaggen und Wappen bei Wikipedia
  • Hauptstadt: Roma (Rom), seit 1871, 2.781.692 (31. Dez. 2011)
  • Sprachen: Italienisch (Amtssprache), Deutsch (Südtirol), Französisch (angrenzende Gebiete), Ladinisch (Trentino), Katalanisch (Sardinien), Slowenisch (angrenzende Gebiete)
  • Religion: 90 % röm.-katholisch
  • Mitgliedschaft in Staatenbünden: EU, UNO, NATO
  • Währung: Euro (bis 31.12.2001: die Lira, 1000 Lire entsprachen etwa 50 Cent)
  • Regionale Gliederung: 20 Regionen mit 108 Provinzen (seit 2005). 2008 kommt eine, 2009 weitere 2 hinzu. Die Regionen Sizilien, Sardinien, Trentino-Südtirol, Friaul-Julisch-Venetien und Aosta-Tal geniessen unterschiedliche Teil-Autonomie.
  • Einwohnerzahl: 60.626.442 (1. Januar 2011)
  • Bevölkerungsdichte (Bevölkerungsbilanz 2007): 201,19 Einwohner pro km²

Links

Allgemein: Politisches System Italiens - Wahlen 2008|

Organe: Abgeordnetenkammer

Parteien: DC| - Lega Nord - AN| - FI| - PdL| - UDC| - PD| - DS| - PRC| - PdCI| - Südtiroler Volkspartei - Verdi| - Italienische Parteien|

Begriffe: Mafia - Mezzogiorno| - Camorra - Südtirol-Paket

Persönlichkeiten: Liste der italienischen Ministerpräsidenten - Silvio Berlusconi - Gianfranco Fini - Giorgio Napolitano - Dario Franceschini

Quelle: Wikipedia,Quelle: italianita.de



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