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Sizilien

Sizilien - italienisch Sicìlia . Grösste und volkreichste italienische Insel, im Mittelmeer zwischen Italien und Afrika, durch die Strasse von Sizilien von Afrika getrennt, 25'707 km2, 5,1 Mio. Einwohner; Hauptstadt Palermo. Das erdbebenreiche Gebirge im Norden (bis 1979 m) geht nach Süden in ein Berg- und Hügelland über; im Osten erhebt sich der Vulkan Ätna (3350 m). Der weitaus grösste Teil der Insel liefert Getreide, Wein, Oliven, Zitrusfrüchte, Frühgemüse, Mandeln und Hartweizen. Ein weiterer Erwerbszweig ist die Küstenfischerei (Sardellen, Thunfisch).

Möchten Sie Griechenland kennenlernen? Dann fahren Sie einfach nach Sizilien. Das ist natürlich ein Paradox, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Die griechischen Städte Siziliens (Agrigent, Selinunte, Segesta, Syrakus, um nur die wichtigsten zu nennen) gehörten zu den schönsten Städten der hellenischen Welt. Wer heute das Tal der Tempel in Agrigento besucht oder im Sommer an einer Veranstaltung im Griechischen Theater von Syrakus teilnimmt, wird sich in die altgriechische Vergangenheit zurückversetzt fühlen. Das gilt in Sizilien auch für viele andere Epochen und Kulturen, von der spanischen bis zur französischen.

Eine Ausnahme bildet die arabische Herrschaft, die nur wenige greifbare Zeugnisse hinterlassen hat. Sizilien ist ein Geschichts- und Kunstgeschichtsbuch zugleich, ein Kompendium der grössten Kulturen aller Epochen. Eine sonnenerfüllte Insel mit einer kontrastreichen Natur, einer herrlichen Küste, einer feinen, schmackhaften, mit köstlichen Aromen verfeinerten Küche, die auf einer alten Mittelmeertraditionen beruht, und einer intellektuellen Feinheit, die in den literarischen Meisterwerken von Luigi Pirandello, Giuseppe Tomasi di Lampedusa, Leonardo Sciascia, Gesualdo Bufalino und Andrea Camilleri so gut zum Vorschein kommt.

Jeder Stil, jede Kunstrichtung sind in Sizilien vertreten: In den Städten Palermo, Catania, Caltanissetta, Enna, Syrakus, Ragusa, Trapani, Agrigent, Messina, ebenso wie in den kleineren Orten wie Cefalù mit der herrlichen normannischen Kathedrale, Noto mit der heute zum Teil zerstörten barocken Kathedrale oder Taormina mit dem herrlichen griechisch-römischen Theater.

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Vorbermerkung

Sizilien ist die grösste Insel des Mittelmeers: mit den Nebeninseln (Äolische Inseln, Ägadische Inseln, Pantelleria) erstreckt es sich auf einer Fläche von 25'707 km2. Darüber hinaus hat Sizilien eine zentrale Lage im Mittelmeer (Messina ist von Gibraltar, Suez und Odessa fast gleich weit entfernt) inne, die der Insel eine beträchtliche Bedeutung verliehen hat und auch heute noch gibt und ausserdem grossen Einfluss auf die historischen Geschicke hatte. Aufgrund seiner dreieckigen Form wurde Sizilien von den Griechen TRINACRIA genannt, während die Römer es poetisch TRIQUETRA riefen.

Sizilien ist zum Grossteil bergig und hügelig und es weist eine Erhöhung mit regelrechten Bergketten entlang der tyrrhenischen Küste auf.

Seine wichtigsten Berge: Von Osten nach Westen folgen die Monti Peloritani (Montagna Grande, 1374 m.ü.M.) aufeinander; sie reichen von der Meerenge von Messina bis Portella Mandrazzi und bestehen aus archaischem Boden, Granit und kristallinischem Schiefer, zu denen sich Felsen - vorwiegend Kalkfels - gesellen. Auf die Peloritani folgen die Nebrodi (Monte Soro, 1847 m.ü.M.), die bis Portella dei Bifolchi reichen; sie werden zum grossen Teil von Sandstein und Kalkstein gebildet und zeigen abgerundete, zum Teil noch bewaldete Kämme und Buckel. Im Westen erheben sich die Erhöhungen der Madonie (Pizzo della Principessa, 1975 m.ü.M.), die vor allem aus mesozoischem Kalkstein bestehen und reich an Karsterscheinungen sind. Im Westen des Tals Valle del Torto lösen sich die Bergketten in isolierte Gruppen auf, die meistens ellipsenförmig und aus mesozoischem Kalkstein mit häufigen Rupturen sind und sich mit ihren unebenen Formen auf dem Tertiärboden - zum grossen Teil Sandstein oder lehmhaltig - erheben. Ebenso von Osten nach Westen folgen die Monti di Termini Imprese, die Monti di Palermo, die Erhöhungen von Corleone, die Monti di Cammarata (oder auch Monti Sicani) und die Monti del Trapanese aufeinander.

Der gleichen Gebietsstruktur gehören auch die Ägadischen Inseln an. Im Süden und im Osten der Faltungszone erstreckt sich bis zum Lauf der südlichen Imera und mit leichter Neigung in Richtung der Strasse von Sizilien (afrikanisches Mittelmeer) ein Hügelgebiet mit Buckeln, auf denen sich häufig Kalkstein- oder Kreidefelsspitzen erheben. Zwischen der südlichen Imera (auch Salso genannt), der Piana di Catania (Ebene von Catania), dem Fluss Caltagirone und dem Dirillo erstrecken sich die Monti Erei, auf denen die Wasserscheide zwischen dem Ionischen Meer und dem afrikanischen Mittelmeer verläuft. Ihre Morphologie wird belebt von der Gegenwart widerstandsfähigerer Felsen, die sich auf dem Mantel tertiärer Böden - zum grossen Teil aus Sandstein oder lehmhaltig - erheben. Zwischen der Piana di Catania, dem Fluss Caltagirone, dem Dirillo und dem Meer erheben sich die Monti Iblei (Monte Lauro, 986 m.ü.M.), die zum Teil Reste eines alten vulkanischen Gebildes sind, das von einem von engen und eingeschnittenen, vor Ort cave (Gruben) genannten Tälern tief eingekerbten Kalksteinplateau umwickelt wird. Zwischen dem Alcantara und dem Simeto erhebt sich der Ätna (3242 m.ü.M.), einer der grössten Vulkane Europas, der seinen komplexen Kegel auf einer vorher bestehenden tertiären Erhebung gebaut hat. Das Gebiet um den Ätna bildet mit seinen morphologischen Merkmalen ein Gebiet mit besonderer Physiognomie. Von den spärlich vorhandenen Ebenen ist die weiteste die Piana di Catania, gefolgt von der Piana di Gela.

Drei Meere umspülen die Insel: das Tyrrhenische Meer mit buchtenreichen Küsten und einem breiten Küstenstreifen; das afrikanische Mittelmeer mit felsigen, oft hohen Küsten, die sich in der Strasse von Sizilien bis nach Trapani gliedern, während danach ein langer niedriger Abschnitt beginnt; das Ionische Meer, dessen Küsten vereint und geradlinig beginnen, danach zwischen Capo Sant'Alessio und Taormina hoch und felsig werden, bis hinter Riposto niedrig und sandig sind, um bis südlich von Catania wieder hoch und felsig zu werden.

Die geologische Beschaffenheit dieser Insel verursacht ein Klima, das sehr unterschiedlich ist zwischen den Küsten (dort, wo es mediterran ist) und dem Inneren, wo die Höhe und die Entfernung vom Meer besonders den Verlauf der Temperatur beeinflussen, mit strengen Wintern und heissen Sommern: eine Temperatur, die es erlaubt hat, die pflanzliche Landschaft mit landwirtschaftlichem Anbau zu charakterisieren.

Quelle: emmeti.it


Geschichte

Um die Traditionen - auch die kulinarischen - dieses Landes eingehend zu verstehen, ist es mehr als bei jeder anderen italienischen Region notwendig, seine komplexe Geschichte kennenzulernen, die es zum Schauplatz einiger und vielerlei Beherrschungen gemacht hat.

In der griechischen Antike hatte Sizilien trotz der dort bis zum 3. Jh. v. Chr. von Syrakus ausgeübten Vorherrschaft keine einheitliche Geschichte. Im 3. Jh. n. Chr. war es Schauplatz von Einfällen und Fremdherrschaften, es wurde von einer Horde Franken überrannt und im 5. Jh. siedelten sich Vandalen an der Westküste an. Im Jahre 535 eroberten die Byzantiner die Insel endlich zurück, und zwar mit einer von Justinian gesandten und von Belisarius geführten Spedition: so wurde Sizilien byzantinische Provinz mit der Hauptstadt Syrakus, regiert von einem Strategen. Der Einfluss von Byzanz war stark, doch nicht wohltuend für die sizilianische Wirtschaft, obwohl im Jahre 663 n. Chr. die Hauptstadt des byzantinischen Reichs nach Syrakus verlegt wurde: Kaiser Konstantin IV. träumte davon, die Hauptstadt des Reichs wiederzubringen, doch es blieb nur ein Traum. Dagegen wurde Sizilien nach verschiedenen Geschicken gegen Ende des 9. Jh. vollständig von den Arabern unterworfen und von der Dynastie der Emire Kalbiti regiert.

Es handelte sich um die Zeit des grössten Glanzes für das arabische Sizilien. Der Fall der Kalbiti zerbrach die Einheit der Insel, die nun zwischen verschiedenen örtlichen Gutsherren aufgeteilt wurde. Der Emir von Catania, der einen Krieg mit dem Emir von Girgenti begonnen hatte, rief im Jahre 1061 die Normannen zu Hilfe, die sich damals gerade in Messina niedergelassen hatten; und diese vollbrachten in einem Zeitraum von dreissig Jahren die christliche Eroberung der Insel, wobei sie den damals sehr zähen - wie in Syrakus z. Bsp. - Widerstand der Muslime zähmten. In den zweieinhalb Jahrhunderten der direkten arabischen Herrschaft erfreute sich Sizilien aufgrund des intensivierten und erneuerten Anbaus und der Neuverteilung des Bodenbesitzes grosser wirtschaftlicher Blüte; auf zivilem und kulturellem Gebiet gehörte es dabei der mittelalterlichen arabisch-muslimischen Kultur an, der sie Dichter, Philologen und Rechtsgelehrten schenkte, ein beträchtlicher Beitrag.

Die Eroberung der Insel seitens der Normannen kann im Jahre 1091 als abgeschlossen betrachtet werden; Roger nimmt den Titel «Gran Conte di Sicilia e di Calabria» (Grossgraf von Sizilien und Kalabrien) an und verfolgt eine intelligente Politik der Toleranz gegenüber den Besiegten, der erneuten Latinisierung des ethnischen Elements und der Verstärkung der eigenen Autorität auf den zum ersten Mal auf der Insel eingeführten Feudalismus. Diese Politik setzt sich unter seinem Sohn Roger II. (1113-1154) fort, der nach der Vereinigung der normannischen Festlandbesitze mit Sizilien und der Annahme des Titels König von Sizilien und Apulien (1130) das Reich zu grossem Glanz führt. Die sizilianische Macht, während der kritischen Periode unter Wilhelm I. (1154-66) von den barbarischen Verschwörungen und den unbarmherzigen Unterdrückungen verdunkelt, wird von Wilhelm II. (1172-89) wiederhergestellt und dauert auch nach dem Übergang der Krone Siziliens an Heinrich (der spätere Heinrich VI.) aus dem Hause Hohenstaufen - durch seine Hochzeit mit Konstanze, der letzten normannischen Erbin - an.

Grosse Bedeutung für die sizilianische Kultur (und nicht nur auf diese) hat Sohn Friedrich II. von Hohenstaufen, der eine Politik mit europäischer und kaiserlicher Reichweite verfolgte und dabei die Künste und die Wissenschaften (man denke nur an die «Sizilianische Schule») schützte und auch nicht das mediterrane Programm der Normannen vergass.

Doch nach dem Tod von Friedrich II. (1250) begann eine grosse Krise für Sizilien mit einer daraus folgenden Verschiebung der politischen Achse auf den Kontinent (Verlegung der Hauptstadt nach Neapel). Verschiedene Geschicke führten Sizilien zum Verlust jeglicher Autonomie und ausserdem dazu, dass die Insel zunächst (im Jahre 1412) eng mit der Krone von Aragonien und später mit der Krone Spaniens verbunden wurde.

Unter Alfons I., genannt der Grossherzige, der im Jahre 1434 die Universität von Catania gründet und 1442, nach seinem Eintreffen in Neapel, das Königreich von Sizilien citra et ultra Pharum (das sich jedoch bei seinem Tode auflöste) zum Leben erweckt, bewahrt die Insel zwar ihren ererbten Glanz, doch unter der spanischen Herrschaft erlebt sie die Einführung des Inquisitionsgerichtes, die Vertreibung der Juden, die Herabwürdigung der Privilegien des sizilianischen Parlaments, eine starke Steuerverschärfung und eine starke Zersetzung der Inselkonstitution (Hispanismus). Es muss jedoch angemerkt werden, dass unter Philipp II. das Brigantentum und die Widerspenstigkeit der Barone unterdrückt wurde. Weniger positiv fällt das für das 17. Jh. zu fällende Urteil aus: häufige Aufstände aus Hunger (bemerkenswert ist der von Alessi im Jahre 1647 in Palermo angeführte), unaufhörliche antispanische und zuweilen auch republikanische Verschwörungen und der unter dem Schutz des französischen Königs Ludwig XIV. erfolgte Aufstand von Messina (1674) lassen viel Blut fliessen. In den Wirbeln der Erbfolgekriege in der ersten Hälfte des 18. Jh. wurde Sizilien erst savoyischer Besitz unter Viktor Amadeus II. (1712-18) und danach österreichischer Besitz (1718-34), bis es schliesslich - nach der Eroberung durch Karl von Bourbon - bis zum Jahre 1860 gemeinsam mit Neapel ein Reich unter den Bourbonen bildete, welche einen Vizekönig in Palermo hielten.

Überaus bemerkenswert ist das Vizekönigreich von Caracciolo (1781-86), und zwar aufgrund der Abschaffung der Inquisition und aufgrund der Reformen, die sich gegen die Barone richteten, von seinem Nachfolger jedoch nicht fortgesetzt wurden. Als Sitz des Hofes der Bourbonen während der stürmischen französischen und napoleonischen Zeit (1799-1802; 1806-15) liess sich Sizilien - das zwar der napoleonischen Vorherrschaft feindlich gesinnt war, nicht aber der Dynastie - mit der Unterstützung von Lord Bentick die Verfassung (1812) zugestehen. Diese war nach englischem Vorbild gestaltet und ein Ausdruck der Feudalaristokratie. Doch die Abschaffung dieser Verfassung bei der Restauration und die vollständige Eingliederung Siziliens in das sogenannte ”Königreich der Zwei Sizilien” (Dekret vom 8. Dezember 1816) verwandelten den Wunsch nach Privilegien in einen hartnäckigen Separatismus, der das beherrschende Merkmal der sizilianischen Geschichte ab den Unruhen des Jahres 1820 bis zum Aufstand des Jahres 1837 und bis zur Revolte des Jahres 1848 sind. Im Januar 1848 loderte von Palermo ausgehend in ganz Sizilien der Aufstand wieder auf und zwang die bourbonischen Truppen in kurzer Zeit zum Verlassen der Insel. Am 25. März erklärte das Parlament den Fall der bourbonischen Dynastie und es übertrug die Herrschaft Roger dem Siebten.

In der Folgezeit beschloss es die Vereinigung des Königreiches mit dem Italienischen Bund und es bot dem Herzog von Genua, Sohn von Karl Albert, die Krone an. Erst mit dem Scheitern von 1849 und dem Zerstreuen der politischen Elite der Insel in den italienischen Staaten fällt diese Autonomievorbedingung. Und durch den ”Zug der Tausend” wird Sizilien zu einem integrierenden Bestandteil des Königreichs Italien (1860), dessem jungen Leben es die Zusteuerung bedeutender politischer Männer schenkt, aber dazu auch eine Belastung durch grosse politische und soziale Probleme.

Zu diesen Schwierigkeiten haben die rückständischen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Insel nicht wenig beigetragen.

Die sizilianischen separatistischen Bestrebungen - stets verschärft durch die historischen Geschicke zu allen Zeiten - sind nach den traurigen Ereignissen, die Sizilien am Ende des Zweiten Weltkriegs betroffen haben, mit der Bildung der autonomen Region Sizilien befriedigt worden.

In keiner anderen italienischen Region sind die Wirklichkeit, die Traditionen und die Kultur derart ein Ergebnis von Erinnerungen und von Stolz, die der langen Geschichte dieser ewig überfallenen Insel entsprungen sind; einer Insel, die dazu gezwungen war, sich mit der Kultur, der Sprache und den Bräuchen der Eroberer auseinanderzusetzen und die es stets verstand, die von aussen eingedrungenen Einflüsse zu assimilieren, neu auszuarbeiten und an das eigene Mass anzupassen. Das Leben der Sizilianer, ihr Dialekt, ihre Sitten und ihre Ernährung sind das Ergebnis tausendjähriger Begegnungen.

Geographie

Sizilien ist die grösste Insel des Mittelmeers: mit den Nebeninseln (Äolische Inseln, Ägadische Inseln, Pantelleria) erstreckt es sich auf einer Fläche von 25.707 km². Darüber hinaus hat Sizilien eine zentrale Lage im Mittelmeer (Messina ist von Gibraltar, Suez und Odessa fast gleich weit entfernt) inne, die der Insel eine beträchtliche Bedeutung verliehen hat und auch heute noch gibt und ausserdem grossen Einfluss auf die historischen Geschicke hatte. Aufgrund seiner dreieckigen Form wurde Sizilien von den Griechen TRINACRIA genannt, während die Römer es poetisch TRIQUETRA riefen.

Sizilien ist zum Grossteil bergig und hügelig und es weist eine Erhöhung mit regelrechten Bergketten entlang der tyrrhenischen Küste auf.

Seine wichtigsten Berge: Von Osten nach Westen folgen die Monti Peloritani (Montagna Grande, 1374 m.ü.M.) aufeinander; sie reichen von der Meerenge von Messina bis Portella Mandrazzi und bestehen aus archaischem Boden, Granit und kristallinischem Schiefer, zu denen sich Felsen - vorwiegend Kalkfels - gesellen. Auf die Peloritani folgen die Nebrodi (Monte Soro, 1847 m.ü.M.), die bis Portella dei Bifolchi reichen; sie werden zum grossen Teil von Sandstein und Kalkstein gebildet und zeigen abgerundete, zum Teil noch bewaldete Kämme und Buckel. Im Westen erheben sich die Erhöhungen der Madonie (Pizzo della Principessa, 1975 m.ü.M.), die vor allem aus mesozoischem Kalkstein bestehen und reich an Karsterscheinungen sind. Im Westen des Tals Valle del Torto lösen sich die Bergketten in isolierte Gruppen auf, die meistens ellipsenförmig und aus mesozoischem Kalkstein mit häufigen Rupturen sind und sich mit ihren unebenen Formen auf dem Tertiärboden - zum grossen Teil Sandstein oder lehmhaltig - erheben. Ebenso von Osten nach Westen folgen die Monti di Termini Imprese, die Monti di Palermo, die Erhöhungen von Corleone, die Monti di Cammarata (oder auch Monti Sicani) und die Monti del Trapanese aufeinander.

Der gleichen Gebietsstruktur gehören auch die Ägadischen Inseln an. Im Süden und im Osten der Faltungszone erstreckt sich bis zum Lauf der südlichen Imera und mit leichter Neigung in Richtung der Strasse von Sizilien (afrikanisches Mittelmeer) ein Hügelgebiet mit Buckeln, auf denen sich häufig Kalkstein- oder Kreidefelsspitzen erheben. Zwischen der südlichen Imera (auch Salso genannt), der Piana di Catania (Ebene von Catania), dem Fluss Caltagirone und dem Dirillo erstrecken sich die Monti Erei, auf denen die Wasserscheide zwischen dem Ionischen Meer und dem afrikanischen Mittelmeer verläuft. Ihre Morphologie wird belebt von der Gegenwart widerstandsfähigerer Felsen, die sich auf dem Mantel tertiärer Böden - zum grossen Teil aus Sandstein oder lehmhaltig - erheben.

Zwischen der Piana di Catania, dem Fluss Caltagirone, dem Dirillo und dem Meer erheben sich die Monti Iblei (Monte Lauro, 986 m.ü.M.), die zum Teil Reste eines alten vulkanischen Gebildes sind, das von einem von engen und eingeschnittenen, vor Ort cave (Gruben) genannten Tälern tief eingekerbten Kalksteinplateau umwickelt wird. Zwischen dem Alcantara und dem Simeto erhebt sich der Ätna (3242 m.ü.M.), einer der grössten Vulkane Europas, der seinen komplexen Kegel auf einer vorher bestehenden tertiären Erhebung gebaut hat. Das Gebiet um den Ätna bildet mit seinen morphologischen Merkmalen ein Gebiet mit besonderer Physiognomie. Von den spärlich vorhandenen Ebenen ist die weiteste die Piana di Catania, gefolgt von der Piana di Gela.

Drei Meere umspülen die Insel: das Tyrrhenische Meer mit buchtenreichen Küsten und einem breiten Küstenstreifen; das afrikanische Mittelmeer mit felsigen, oft hohen Küsten, die sich in der Strasse von Sizilien bis nach Trapani gliedern, während danach ein langer niedriger Abschnitt beginnt; das Ionische Meer, dessen Küsten vereint und geradlinig beginnen, danach zwischen Capo Sant'Alessio und Taormina hoch und felsig werden, bis hinter Riposto niedrig und sandig sind, um bis südlich von Catania wieder hoch und felsig zu werden.

Die geologische Beschaffenheit dieser Insel verursacht ein Klima, das sehr unterschiedlich ist zwischen den Küsten (dort, wo es mediterran ist) und dem Inneren, wo die Höhe und die Entfernung vom Meer besonders den Verlauf der Temperatur beeinflussen, mit strengen Wintern und heissen Sommern: eine Temperatur, die es erlaubt hat, die pflanzliche Landschaft mit landwirtschaftlichem Anbau zu charakterisieren.

Die Küche - Usprung und Traditionen

Weine aus der Region

Käse aus der Region



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