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Urlaubsweine

aus Italien
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In Italien ist es nie weit zur Küste - es ist auch nie weit zum Wein. Fast alle Weine Italiens sind mithin Urlaubsweine.

Inhaltsverzeichnis

Norditalien

Wandern und Baden in den oberitalienischen Seen sind die Renner. Dazu fliesst Wein in Strömen - die norditalienischen Anbaugebiete sind fast alle eher berüchtigt als berühmt für ihre hohen Erträge. Valpollicella, Bardolino, Kalterer See, Soave oder der allgegenwärtige Pinot Grigio: meistens sind das eher durchschnittliche Qualitäten. Probieren Sie statt eines Allerwelts-Valpollicella einen Amarone (aus Trauben, die monatelang nach der Ernte getrocknet wurden - die süsse Version heisst Recioto) oder einen Ripasso, bei dem fertiger Wein noch einmal mit den Schalen eines Amarone nachvergoren wird. Oder suchen Sie sich statt des Kalterer See aus der Sorte Vernatsch (das ist übrigens nichts anderes als der italienische Name des Trollingers) einen Lagrein dunkel.

Die Adria

Die Adria ist der ideale Teutonen-Grill. Dort perlt der Lambrusco. Meist ein klebriger, prickelnder, hellroter Tafelwein. Es gibt aber auch interessante Qualitätsvarianten. Suchen Sie nach Lambrusco Reggiano, der durch die Rebsorte Ancellotta dunkler und kräftiger ausfällt. Der Lambrusco Grasparossa di Catelvetro ist schon immer süsslich gewesen, er hat aber zum Ausgleich kräftige Gerbstoffe. Und der Lambrusco Sorbara ist hell, trocken, frisch und eher säurereich - also ganz anders als das, was wir aus den Pizzerien kennen. Rosso Conero und Rosso Piceno werden in der Provinz Marken bis heran an die Adria angebaut. Der Conero besteht weit überwiegend aus der Rebsorte Montepulciano, der Piceno aus Sangiovese. Ein einfacher und meist trinkbarer Roter ist der Montepulciano d’Abruzze. Ein interessanter Weisswein wird aus der Rebsorte Verdicchio gekeltert, z.B. als DOC Verdicchio dei Castello di Jesi mit einem zitronigen Aroma und einem Hauch Mandel.

Die toskanische Küste

Der Chianti ist der bekannteste Wein der Toskana. Aber zunehmend hat sich der Weinbau auch zur Küste hin ausgeweitet. Und zwar auf höchstem Niveau und mit internationalen Rebsorten. Es begann mit dem Sassicaia, hinzu kamen Tignanello, Solaia, Guado al Tasso.... Jetzt hat sich der Top-Weinbau noch weiter nach Süden - in die Maremma - vorgearbeitet. Packen Sie Geld ein - diese Weine kommen zwar als Tafelweine daher, aber sie sind richtig teuer!

Rund um Rom

Hier wachsen Weine mit klangvollen Namen wie Orvieto, Frascati oder EST!EST!EST de Montefiascone. Letzterer verdankt seinen seltsamen Namen einer Anekdote, die in vielen Varianten erzählt wird. Gemeinsam ist ihnen im Kern, dass ein hoher Herr seinen Quartiermacher vorschickte, die Tavernen mit den besten Weinen zu markieren- und zwar mit einem EST! (das ist es!). In Montefiascone war der Späher wohl so begeistert, dass er das Code-Wort gleich dreimal hinschrieb. Tatsächlich sind die Weissweine der Region aus dem ausdruckslosen Trebbiano und Malvasia gekeltert und bestenfalls nett trinkbar.

Der Süden Italiens

Er erwacht aus einer Art Dornröschen-Schlaf. Es ist altes Weinland, das schon einmal - zur Zeit der Griechen und Römer - grosse Qualitäten lieferte. Und es wird gerade wieder entdeckt: als Alternative zu den teuer gewordenen norditalienischen Weinen und auch als europäische Antwort auf die Übersee-Länder von Chile bis Australien. Zwar werden dort auch internationale Rebsorten angebaut, aber gepflegt werden auch die einheimischen und am Markt interessanten Sorten. Sie liefern mollige, weiche und volle Weine. Zwei Trends tun sich auf: Rebsortenweine aus den typischen Sorten und im Top-Segment auch Verschnitte von autochthonen mit Welt-Wein-Sorten. Die Regionen: Apulien: Die bekanntesten Weine sind wohl die von der Halbinsel Salento (Salice Salentino - vor allem aus Negroamaro) direkt vom Stiefelabsatz. Sizilien: mit 133.000 Hektar Rebfläche ist die Mittelmeer-Insel die grösste Weinbau-Region Italiens (grösser als die gesamte Weinbaufläche Deutschlands!). Auch hier gingen die Weine meist namenlos in Verschnitten unter. Einen gewissen Ruf haben vor allem die süssen Dessertweine, wie der Marsala, der Malvasia delle Lipari oder der Moscato di Pantalleria. Es lohnt sich aber auch nach neuen Spitzengewächsen wie etwa von Planeta zu suchen. Aber auch Rebsortenweine (Nero d’Avola) etwa von Zonin sind nette Urlaubsweine.

Kalabrien

Kalabrien ist die Stiefelsspitze. Nur ein Viertel so gross wie die Nachbarn, ähnlich heiss und mit der gleichen Geschichte. Bekanntester Wein: der Cirò (aus der roten Rebsorte Gaglioppo - Er soll nach der Legende auf den Cremissa aus der Antike zurückreichen, den man den Olympia-Siegern kredenzte). Zwischen Kalabrien und Apulien liegt die gebirgige Basilikata. Dort wächst der Aglianico del Vulture von dem der Gambero Rosso, Italiens bedeutenster Weinführer, gerade zu schwärmen begonnen hat.

Sardinien

Sardinien steuert schliesslich gehaltvolle Rotweine aus der französisch-spanischen Grenache/Garnacha bei. Sie heissen hier aber Cannonau. Auch der Carignano und der weisse Vermentino sind eigentlich spanische Sorten. Eine sardische Spezialität ist die duftige, rote Monica.

www.swr.de



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