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Venetien

Venetien erstreckt sich in dem östlichen Teil der Poebene, welcher zwischen dem Sarca-Mincio und der Livenza, zwischen dem Trentino und dem Meer liegt. Der Boden ist ziemlich abwechslungsreich mit einem bergigen Abschnitt (alpin und voralpin) und einem ebenen Abschnitt (mit den Zonen alta, bassa, sub-lagunare und lagunare, die von der jahrhundertelangen Arbeit der Menschen verändert wurden). In Venetien gibt es folglich Berge, Hügel, Ebenen, das Meer, Lagunen und Seen. Es handelt sich um ein Land, das sich trotz der nicht fehlenden Industrien als vorwiegend landwirtschaftlich bezeichnen kann: Man baut dort Getreide, Futterpflanzen, Knollen- und Obstpflanzen und Weinstöcke an. Innerhalb dieser Region bildet Venedig mit seinem Gebiet eine ganz eigene Wirklichkeit, auch in produktiver Hinsicht: Es ist bereits seit einiger Zeit Gegenstand besonderer Sorgfalt in Bezug auf die Aussaat und die Entwicklung der Fische in den entlang des gesamten Golfes, der auf das Adriatische Meer blickt, geschaffenen und erhaltenen Lagunentälern. Quelle: Welcome to Italy

Wenn man von Venetien spricht, denkt man sofort an Venedig, an den Markusplatz, die grosse Lagune, die Gondeln auf dem Canal Grande, die Säufzerbrücke, den zügellosen Karneval, die grossartigen Bau- und Kunstwerke, die prunkvollen Stadtpaläste, den Zauber der Gassen ("calli"), das internationale Filmfestival, die Kunstbiennale, das Theater Fenice (das vor ein paar Jahren durch einen Brand zerstört wurde und im Wiederaufbau ist), die angesehene Universität, die vielen Zeichen einer einst herrlichen und reichen Seemacht, die fünf Jahrhunderte lang das Mittelmeer beherrschte.

Aber Venetien ist nicht nur Venedig und die venezianische Landschaft nicht nur Meer. Die Gebirgslandschaft dieser Region ist von seltener Schönheit. Von Cortina d'Ampezzo, dem berühmter Ferienort und Wintersportzentrum in der Provinz Belluno, stellen die Dolomiten ein grossartiges Schauspiel dar. Das einmalige Podelta in der Provinz Rovigo ist dagegen von ausserordentlichem Naturinteresse.

Padua, die alte Universitätsstadt, mit der majestätischen Basilika, in der die Reliquien des heiligen Antonius verwahrt werden, zieht jedes Jahr Tausende von Pilgern an. Von besonderem Interesse sind auch die Palladio-Villen, Landsitze der venezianischen Patrizier, die der grosse Architekt Andrea Palladio im 16. Jahrhundert entwarf und baute und die heute noch für ihre Schönheit und die ausgewogene Proportionen bewundert werden. Ein Beispiel ist die Rotonda in Vicenza. In der Arena von Verona, der Stadt, in die Shakespeare sein Drama Romeo und Julia versetzt, sollte man im Sommer auf keinen Fall auf einen Opernabend verzichten.

Allgemeine Infos über die italienische Region Venetien

Venetien erleben

Gastronomie und Essen

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Geographie

Urlaubsplanung

Anreisemöglichkeit


Geschichte

Die Geschichte dieses Landes (das die ersten Jahrhunderte an dem Los der gesamten Region des Alpenkranzes teilnimmt) wird nach dem Jahr Tausend von den Geschicken Venedigs (im Augenblick Hauptstadt der Region) bestimmt. Diese Stadt hatte aufgrund ihrer besonderen geographischen Lage und der daraus folgenden blühenden Seehandels- und Seetransporttätigkeiten eine ganz auf den Orient ausgerichtete Geschichte mit Höhepunkten zur Zeit des Vierten Kreuzzugs. Aus finanziellen Gründen, die an den Besitz Venedigs einer Transportflotte gebunden waren, verwandelte sich dieser Kreuzzug von einem von Papst Innozenz III. (der im Jahre 1197 den päpstlichen Thron bestiegen hatte) gewollten Heiligen Krieg in einen Expansionskrieg, der eben von Venedig unter dem Dogen Enrico Dandolo angeführt wurde. Im Jahre 1203 drangen die Kreuzritter nach einer zweimonatigen Belagerung in Konstantinopel ein. Die Venezianer und die Kreuzritter beschlossen, das byzantinische Reich in Besitz zu nehmen: Konstantinopel wurde eingenommen und geplündert. Balduin von Flandern wurde (seitens der Venezianer) zum Kaiser und der Marchese des Monferrato (Anführer der Kreuzzüge) zum König von Thessaloniki erwählt. Statt den Türken die heiligen Orte zu nehmen, hatten die Kreuzritter im Interesse der kommerziellen venezianischen Expansion das Byzantinische Reich zerschlagen und dabei das Lateinische Kaiserreich ins Leben gerufen.

Venedig erhielt in Marea, auf den Inseln des Archipels und in Candia derartig grosse Herrschaftsbereiche, dass die Stadt bis zum Niedergang des Lateinischen Kaiserreichs im Jahre 1261 die wahre Herrin des Orients war: eine Revanche gegenüber ihrer grossen Rivalin Genua. Doch der Kampf der beiden Städte um die Vorherrschaft im Mittelmeer setzte sich im 14. Jh. fort. Im Jahre 1381 brachen die Genuesen im Adriatischen Meer ein, nahmen Chioggia ein und legten Venedig lahm: Vittor Pisani rettete es schliesslich aus der grossen Gefahr, indem er den feindlichen Angriff zerschmetterte.

Mit dem ausgehenden 14. Jh. beginnt eine neue Phase der venezianischen Politik, eine Phase der sogenannten «Politik der Terra firma». Nach einigen bereits durchgeführten Eroberungen auf dem Festland (Treviso und istrianische Küste) verfolgte die Stadt mit dem Beginn des 15. Jh. eine Politik des systematischen Eindringens ins venetische Hinterland und der Eroberung, die sie rasch bis nach Mincio führt. Damit tritt sie in einen Konflikt mit den Herzögen Mailands, während sie gleichzeitig im Osten zu einer Verteidigungspolitik gezwungen ist und nach und nach die eigenen Eroberungen verliert.

Auf dem Festland erwirbt sie vom ungarischen König Dalmatien; nach dem Erhalt der Städte Padua und Verona bringt sie auch das Patriarchat von Aquileja in ihren Besitz (1418-20); nach der Aufnahme eines Konflikts mit Filippo Maria Visconti besetzt sie Brescia, Bergamo und Crema, bemächtigt sich des Polesine und der Stadt Rovigo (1484), um schliesslich ihre Hände auch auf die apulischen Städte (Otranto, Brindisi, Trani, Monopoli) und auf die Romagna (1504) auszustrecken. Ihre Macht lässt vermuten, dass sie die Monarchie Italiens anstrebt: und genau diese verliert sie. Ihre Feinde stehen auch hinter der Grenze, an erster Stelle die Habsburger Österreicher (mit Maximilian), doch auch der König von Frankreich, Ludwig XII., der inzwischen die Lombardei beherrscht. Es entsteht eine Vereinigung der europäischen Mächte gegen Venedig, die Liga von Cambrai, und die von Frankreich gewonnene Schlacht von Agnadello am 14. Mai 1509 bedeutet das Ende der venezianischen Expansion.

Venedig reagierte bewundernswert auf diesen harten Schlag: Es wusste seine Feinde zu entzweien und es gelang ihm noch einmal, seinen Festlandsstaat zu retten, aber mit der grossen Politik war es vorbei. Das gesamte 17. Jh. hindurch verteidigte es seine Besitzungen im Orient, doch zu Beginn des 18. Jh. (Friede von Passarowitz, 1718) musste es auf Marea und auf die Besitzungen im ägäischen Meer verzichten. Die venezianische Macht war am Ende; das europäische Prestige, das die Republik jahrhundertelang genossen hatte, war nur mehr eine der Vergangenheit angehörende Erinnerung und für die Europäer des 18. Jh. wurde die Stadt vor allem ein naschhaftes Zentrum für Vergnügungen. Mit dem Vertrag von Campoformio (1797) wurde Venedig von Napoleon Bonaparte, der über die Stadt wie über persönliches Eigentum verfügte, an Österreich abgetreten, ohne Kräfte auszulösen, die sich ihm entgegenstellten. Und von da an folgte die Stadt dem Los Lombardo-Venetiens.

Die venezianische Geschichte ist so ausführlich, so voller Ehrgeiz, so reich an Kontakten, dass sie wohl die Entwicklung einer Kultur rechtfertigt, die reich ist an externen Einflüssen vor allem orientalischer Herkunft, die sich wiederum in den Sitten und Gebräuchen dieses Landes niederschlagen, insbesondere in seiner Gastronomie. Letztere zeichnet sich noch heute durch die Suche nach starken Geschmacken, durch die Verwendung von Gewürzen und durch eine gewisse Pracht und Grandiosität der Bankette aus.


Ein kurzer Blick in die Geschichte

Die Geschichte dieses Landes (das die ersten Jahrhunderte an dem Los der gesamten Region des Alpenkranzes teilnimmt) wird nach dem Jahr Tausend von den Geschicken Venedigs (im Augenblick Hauptstadt der Region) bestimmt. Diese Stadt hatte aufgrund ihrer besonderen geographischen Lage und der daraus folgenden blühenden Seehandels- und Seetransporttätigkeiten eine ganz auf den Orient ausgerichtete Geschichte mit Höhepunkten zur Zeit des Vierten Kreuzzugs. Aus finanziellen Gründen, die an den Besitz Venedigs einer Transportflotte gebunden waren, verwandelte sich dieser Kreuzzug von einem von Papst Innozenz III. (der im Jahre 1197 den päpstlichen Thron bestiegen hatte) gewollten Heiligen Krieg in einen Expansionskrieg, der eben von Venedig unter dem Dogen Enrico Dandolo angeführt wurde. Im Jahre 1203 drangen die Kreuzritter nach einer zweimonatigen Belagerung in Konstantinopel ein. Die Venezianer und die Kreuzritter beschlossen, das byzantinische Reich in Besitz zu nehmen: Konstantinopel wurde eingenommen und geplündert. Balduin von Flandern wurde (seitens der Venezianer) zum Kaiser und der Marchese des Monferrato (Anführer der Kreuzzüge) zum König von Thessaloniki erwählt. Statt den Türken die heiligen Orte zu nehmen, hatten die Kreuzritter im Interesse der kommerziellen venezianischen Expansion das Byzantinische Reich zerschlagen und dabei das Lateinische Kaiserreich ins Leben gerufen.

Venedig erhielt in Marea, auf den Inseln des Archipels und in Candia derartig grosse Herrschaftsbereiche, dass die Stadt bis zum Niedergang des Lateinischen Kaiserreichs im Jahre 1261 die wahre Herrin des Orients war: eine Revanche gegenüber ihrer grossen Rivalin Genua. Doch der Kampf der beiden Städte um die Vorherrschaft im Mittelmeer setzte sich im 14. Jh. fort. Im Jahre 1381 brachen die Genuesen im Adriatischen Meer ein, nahmen Chioggia ein und legten Venedig lahm: Vittor Pisani rettete es schliesslich aus der grossen Gefahr, indem er den feindlichen Angriff zerschmetterte.

Mit dem ausgehenden 14. Jh. beginnt eine neue Phase der venezianischen Politik, eine Phase der sogenannten «Politik der Terra firma». Nach einigen bereits durchgeführten Eroberungen auf dem Festland (Treviso und istrianische Küste) verfolgte die Stadt mit dem Beginn des 15. Jh. eine Politik des systematischen Eindringens ins venetische Hinterland und der Eroberung, die sie rasch bis nach Mincio führt. Damit tritt sie in einen Konflikt mit den Herzögen Mailands, während sie gleichzeitig im Osten zu einer Verteidigungspolitik gezwungen ist und nach und nach die eigenen Eroberungen verliert.

Auf dem Festland erwirbt sie vom ungarischen König Dalmatien; nach dem Erhalt der Städte Padua und Verona bringt sie auch das Patriarchat von Aquileja in ihren Besitz (1418-20); nach der Aufnahme eines Konflikts mit Filippo Maria Visconti besetzt sie Brescia, Bergamo und Crema, bemächtigt sich des Polesine und der Stadt Rovigo (1484), um schliesslich ihre Hände auch auf die apulischen Städte (Otranto, Brindisi, Trani, Monopoli) und auf die Romagna (1504) auszustrecken. Ihre Macht lässt vermuten, dass sie die Monarchie Italiens anstrebt: und genau diese verliert sie. Ihre Feinde stehen auch hinter der Grenze, an erster Stelle die Habsburger Österreicher (mit Maximilian), doch auch der König von Frankreich, Ludwig XII., der inzwischen die Lombardei beherrscht. Es entsteht eine Vereinigung der europäischen Mächte gegen Venedig, die Liga von Cambrai, und die von Frankreich gewonnene Schlacht von Agnadello am 14. Mai 1509 bedeutet das Ende der venezianischen Expansion.

Venedig reagierte bewundernswert auf diesen harten Schlag: Es wusste seine Feinde zu entzweien und es gelang ihm noch einmal, seinen Festlandsstaat zu retten, aber mit der grossen Politik war es vorbei. Das gesamte 17. Jh. hindurch verteidigte es seine Besitzungen im Orient, doch zu Beginn des 18. Jh. (Friede von Passarowitz, 1718) musste es auf Marea und auf die Besitzungen im ägäischen Meer verzichten. Die venezianische Macht war am Ende; das europäische Prestige, das die Republik jahrhundertelang genossen hatte, war nur mehr eine der Vergangenheit angehörende Erinnerung und für die Europäer des 18. Jh. wurde die Stadt vor allem ein naschhaftes Zentrum für Vergnügungen. Mit dem Vertrag von Campoformio (1797) wurde Venedig von Napoleon Bonaparte, der über die Stadt wie über persönliches Eigentum verfügte, an Österreich abgetreten, ohne Kräfte auszulösen, die sich ihm entgegenstellten. Und von da an folgte die Stadt dem Los Lombardo-Venetiens.

Die venezianische Geschichte ist so ausführlich, so voller Ehrgeiz, so reich an Kontakten, dass sie wohl die Entwicklung einer Kultur rechtfertigt, die reich ist an externen Einflüssen vor allem orientalischer Herkunft, die sich wiederum in den Sitten und Gebräuchen dieses Landes niederschlagen, insbesondere in seiner Gastronomie. Letztere zeichnet sich noch heute durch die Suche nach starken Geschmacken, durch die Verwendung von Gewürzen und durch eine gewisse Pracht und Grandiosität der Bankette aus.

Quelle: Welcome to Italy

Geographie

Venetien erstreckt sich in dem östlichen Teil der Poebene, welcher zwischen dem Sarca-Mincio und der Livenza, zwischen dem Trentino und dem Meer liegt.

Der Boden ist ziemlich abwechslungsreich mit einem bergigen Abschnitt (alpin und voralpin) und einem ebenen Abschnitt (mit den Zonen alta, bassa, sub-lagunare und lagunare, die von der jahrhundertelangen Arbeit der Menschen verändert wurden). In Venetien gibt es folglich Berge, Hügel, Ebenen, das Meer, Lagunen und Seen. Es handelt sich um ein Land, das sich trotz der nicht fehlenden Industrien als vorwiegend landwirtschaftlich bezeichnen kann: Man baut dort Getreide, Futterpflanzen, Knollen- und Obstpflanzen und Weinstöcke an. Innerhalb dieser Region bildet Venedig mit seinem Gebiet eine ganz eigene Wirklichkeit, auch in produktiver Hinsicht: Es ist bereits seit einiger Zeit Gegenstand besonderer Sorgfalt in Bezug auf die Aussaat und die Entwicklung der Fische in den entlang des gesamten Golfes, der auf das Adriatische Meer blickt, geschaffenen und erhaltenen Lagunentälern.

Die Küche - Usprung und Traditionen

Weine aus der Region

Käse aus der Region



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